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Allgemeine und Anglistische Linguistik der Fakultät I - Geisteswissenschaften, TU Berlin
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Migrationsliteratur: Kurzporträts von AutorInnen

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Heidi Rösch unter Mitarbeit von Michaela Hartmann (Stand: Juni 2006):

Kurzporträts und Veröffentlichung von und zu
AutorInnen der deutschsprachigen Migrationsliteratur

Carmine Abate

Prosa, Lyrik (Schreibsprache Italienisch)

Ghazi Abdel-Qadir

Kinder- und Jugendliteratur

Fatih Akin

Filme

Levent Aktoprak

Lyrik

Ryad Alabied

Lyrik

Hussain Al-Mozany

Prosa

Cyrus Atabay

Lyrik

Tevfik Baser

Filme

Fakir Baykurt

Prosa

Habib Bektas

Lyrik, Prosa (Schreibsprache Türkisch)

Elazar Benyoëtz

Lyrik

Franco Biondi

Prosa, Essays, Lyrik

Ewa Boura

Lyrik

Gino (Carmine) Chiellino

Lyrik, Essays

Zehra Çirak

Lyrik

László Csiba

Lyrik und Prosa

Nevfel Cumart

Lyrik

Güney Dal

Prosa (Schreibsprache Türkisch)

György Dalos

Prosa, Lyrik (Schreibsprache Ungarisch)

Eleni Delidimitriou-Tsakmaki

Prosa

Renan Demirkan

Prosa

Hasan Dewran

Lyrik

Sinasi Dikmen

Satiren

Zoran Drvenkar

Jugendliteratur

Ismet Elçi

Prosa und Filme

Osman Engin

Satiren

Mahmood Falaki

Lyrik, Prosa (Schreibsprache Persisch/Farsi)

Sherko Fatha

Essays, Prosa

Anatol Feid

Kinder- und Jugendliteratur

Ota Filip

Prosa (Schreibsprache Tschechisch)

Dante Andrea Franzetti

Prosa

Zsuzsanna Gahse

Prosa

Costas Gianacacos

Lyrik

Jirí Gruša

Prosa, Lyrik

Aldona Gustas

Lyrik, Prosa

Wladimir Kaminer

Prosa

Kostas Karaoulis

Prosa

Adel Karasholi

Lyrik

Radek Knapp

Prosa

Giorgos Krommidas

Prosa und Lyrik

Anant Kumar

Prosa, Essays, Lyrik

Kemal Kurt

Lyrik, Prosa, Kinder- und Jugendliteratur

Libuše Moníková

Prosa

Herta Müller

Prosa

Jusuf Naoum

Lyrik, Prosa, Kinder- und Jugendliteratur

José F. A. Oliver

Lyrik

Aras Ören

Lyrik, Prosa (Schreibsprache Türkisch)

Aysel Özakin

Prosa, Lyrik (Schreibsprache Türkisch, Deutsch, Englisch)

Emine Sevgi Özdamar

Prosa

Hasan Özdemir

Lyrik

Selim Özdogan

Prosa

Jakovos Papadopoulos

Lyrik, Prosa

Michalis Patentalis

Lyrik

Yüksel Pazarkaya

Lyrik, Prosa

Fruttuoso Piccolo

Lyrik

Akif Prinçci

Prosa

Dragica Rajcic

Lyrik und Kurzprosa

Ilma Rakusa

Lyrik

Franciska Ricinski-Marienfeld

Kinder- und Jugendliteratur, Lyrik

Said

Lyrik, Prosa

Fethi Savasci

Lyrik

Gérard Scappini

Lyrik

Rafik Schami

Kinder- und Jugendliteratur, Prosa, Essays

Saliha Scheinhardt

Prosa

Zafer Senocak

Lyrik, Essays

Dadi Sideri-Speck

Lyrik

Antonio Skármeta

Prosa, Kinder- und Jugendliteratur

Wadi Soudah

Prosa

Suleman Taufiq

Lyrik, Prosa, Kinder- und Jugendliteratur

Yoko Tawada

Prosa, Lyrik, Essays

Alev Tekinay

Prosa, Kinder- und Jugendliteratur

Torkan

Prosa

Eleni Torossi

Kinder- und Jugendliteratur, Prosa, Essays

Galsan Tschinag

Prosa, Lyrik

Vladimir Vertlieb

Prosa

Thodoris Vlachodimitris

Lyrik

Irena Vrkljan

Lyrik, Prosa

Richard Wagner

Prosa, Lyrik

Natascha Wodin

Prosa, Lyrik

Rumjana Zacharieva

Lyrik, Prosa, Kinder- und Jugendliteratur

Feridun Zaimoglu

Prosa

Dilek Zaptcioglu

Kinder- und Jugendliteratur

Liste der Chamisso-Preis-Träger

Evenutell noch aufzunehmende AutorInnen

Carmine Abate

Carmine Abate wurde 1954 als Sohn albanischer Eltern in Carfizzi (Italien) geboren. Seine Eltern leben seit 1961 in der Bundesrepublik Deutschland, bis 1979 pendelte er zwischen Italien und der Bundesrepublik. Er studierte an der Universität von Bari, ist von Beruf Lehrer und unterrichtete italienische Emigranten und Kinder in verschiedenen Städten der Bundesrepublik (Bremen, Lübeck usw.). Jetzt lebt Carmine Abate in Hamburg und im Trentino (Besenello bei Bozen).

Sein Erzählband „Die Germanesi - Geschichte und Leben einer süditalienischen Dorfgemeinschaft und ihre Emigranten“ basiert auf einer Untersuchung, die er zusammen mit Meike Behrmann durchgeführt hat (vgl. Abate / Behrmann 1984). Carmine Abate gitb die Reihe „Biblioteca Emigrazione“ (Pellegrini Ed.), in der 1987 “In questa terra altrove”, eine Anthologie italienischer Emigranten erschien, heraus.

Buchpublikationen

Nel labirinto della vita, Rom: Juvenilia 1977. (Gedichtband)

Den Koffer und weg! Erzählungen. Aus dem Italienischen von Meike Behrmann.Kiel: Neuer Malik Verlag 1984.

Die Germanesi. Mit Meike Behrmann, Frankfurt/M.: Campus 1984.

Ostermarsch. Gedichte und Prosa. Aus dem Italienischen von Meike Behrmann.Berlin: Express 1986.

Ballo Tondo. Der Reigen. Aus dem Italienischen von Guiseppe De Siati. Kiel: Neuer Malik Verlag 1993.

Il muro di muri. Lecce: Argo 1993.

Terre di andata. Lecce: Argo 1996.

Lisa und die nahe Ferne. Aus dem Italienischen von Meike Behrmann. München: Piper 1999.

Der Hochzeitstanz. Aus dem Italienischen von Guiseppe De Siati. München: Piper 2001.

Der Geschmack wilder Feigen. Aus dem Italienischen von Ulrich Hartmann. München: Piper 2001.

La festa del ritorno. Graz: Fastbook 2004.

Il ballo tondo. Graz: Fastbook 2005.

Tra due mari. Mailand: Mondadori 2005.

Sekundärliteratur

Chiellino, Carmine (1989): Die zweite Generation auf der Suche nach ihrer Geschichte. In: Rösch, Heidi (Red.): Literatur im interkulturellen Kontext. Berlin: TUB - Dokumentation Weiterbildung 20, S. 70-83.

Ghazi Abdel-Qadir

Ghazi Abdel-Quadir wurde 1948 in Palästina geboren. Bereits als 16-Jähriger musste er die Schule abbrechen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Er arbeitete in Kuwait als Hotelboy, Bauchladenverkäufer, Briefeschreiber, Kellner und wurde schließlich Restaurantbesitzer. In Jordanien holte er später das Abitur nach und studierte in Bonn und Siegen Germanistik, Anglistik, Evangelische Theologie und Islamwissenschaft. Danach war er als Übersetzer und Lehrbeauftragter tätig. Seit 1988 lebt er als freier Schriftsteller in der Nähe von Siegen. Sein erster Jugendroman kam auf die Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteratur Preis und wurde mit dem Friedrich-Gerstäcker Preis ausgezeichnet.

Literaturpreise: Friedrich-Gerstäcker-Preis (für Abdalla und ich), Züricher Jugendbuchpreis (für Mustafa mit dem Bauchladen), Österreichischer Jugendbuchpreis (ebs.), Literaturpreis der Stadt Boppard (für Spatzenmilch und Teufelsdreck)

Buchpublikationen

Abdallah und ich. (ab 14 Jahren) Weinheim u.a.: Beltz und Gelberg 1991 & 1995.

Mustafa mit dem Bauchladen. (ab 10 Jahren) Zürich: Nagel & Kimche 1993, Reinbek: Rowohlt 1998.

Spatzenmilch und Teufelsdreck. (ab 10 Jahren) München: Klopp 1993.

Der Wasserträger. (ab 8 Jahre) Esslingen: Esslinger 1994.

Das Blechkamel. (ab 10 Jahren) München: Klopp 1994.

Schamsi und Ali Baba. (ab 7 Jahren) Zürich: Nagel & Kimche 1995.

Hälftchen und das Gespenst. Wien: Dachs 1997.

Mountainbike und Mozartkugeln. (ab 10 Jahren) München: Klopp 1997.

Mister Petersilie. (ab 10 Jahren) Aarau u.a.: Sauerländer 1997.

Die sprechenden Steine. (ab 11 Jahren) Weinheim u.a.: Beltz und Gelberg 1998.

Weizenhaar. Ein Sommer in Marokko. (ab 12 Jahren) Aarau u.a.: Sauerländer 1998.

Mohammed – Worte wie Oasen. Aus dem Arabischen ausgewählt und übersetzt von G. Abdel-Qadir. Freiburg: Herder 1995.

Sulaiman. Weinheim u.a.: Beltz und Gelberg 1995.

Das Geschenk von Großmutter Sara. Frankfurt/M.: Sauerländer 1999.

Coco und Laila 01. Rätsel um Laila, München: Schneider 1999.

Coco und Laila 02. Immer diese Väter. München: Schneider 1999.

Coco und Laila 03. Janka hält dicht. München: Schneider 1999.

Coco und Laila 04. Abenteuer in Kairo. München: Schneider 2000.

Coco und Laila 05. Doppeltes Glück. München: Schneider 2000.

Coco und Laila 06. Überraschung aus dem Orient. München: Schneider 2000.

Bombastus. Frankfurt/M.: Sauerländer 2000.

Tim und der Wolfshund. München: Schneider 2001.

Ein Mantel für den Wiedehopf. Düsseldorf: Sauerländer 2003.

Mensch sucht Sinn. Fünf Erlebnisse mit den Weltreligionen. Autoren: Vanamali Gunturu, Ghazi Abdel-Qadir, Sybil Rosen, Hanna Jansen, Judith N. Klein. Stuttgart: Thienemann 2004.

Sekundärliteratur

Khalil, Iman (1997): Orient-Okzident-Stereotype im Werk arabischer Autoren. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 77-94.

Fatih Akin

Fatih Akin wurde 1973 als Sohn türkischer Eltern in Hamburg geboren. Bereits sehr früh stand für ihn fest, dass er zum Film wollte. 1994 begann er mit dem Studium an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste und übernahm seit 1993 als Schauspieler immer wieder Rollen in Film und Fernsehen, u.a. in den TV-Filmen "Trickser" (1996, Regie: Oliver Hirschbiegel) und "Einsatz Hamburg Süd" (1997, Regie: Christian Görlitz). 1993 begann die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Produzenten Stefan Schubert und Ralph Schwingel, den Köpfen der WÜSTE Filmproduktion. Für „Gegen die Wand“ erhielt Fatih Akin 2004 bei der Berlinale, den internationalen Filmfestspielen den Goldenen Bären 2004.

Filme

Sensin - Du bist es! Kurzfilm. 1995

Getürkt. Kurzfilm, 1996, der 1997 auf zahlreichen Festivals erfolgreich lief, mehrfach ausgezeichnet wurde und sogar einen Kinoverleih fand.

Kurz und Schmerzlos. Spielfilm. 1998, Universal: VHS + DVD 2000.

Denk ich an Deutschland – Wir haben vergessen zurückzukehren. Dokumentarfilm, BR-Reihe, 2001.

Im Juli. Spielfilm. 1999 EuroVideo: VHS + DVD 2001. (Verfilmung des gleichnamigen Romans von Selim Özdogan)

Solino. Spielfilm. 2000

Gegen die Wand. Spielfilm. 2003 (1.Teil der Trilogie „Liebe - Tod – Teufel“).

Visions of Europe, Episodenfilm, 2004.

Kebab Connection, Spielfilm, 2004.

Crossing the Bridge.The Sound of Istanbul. Dokumentarfilm, 2004/2005.

Levent Aktoprak

Levent Aktoprak wurde 1959 in Ankara (Türkei) geboren und lebt seit 1964 in der Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Abitur (1980) studierte er Sozialwissenschaften, Kunst und Literaturwissenschaft an der Gesamthochschule Wuppertal. Er lebt in Unna, trat 1980 dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt (Werkstatt Bergkamen) bei und erhielt im selben Jahr den Literaturförderpreis der Stadt Bergkamen für seinen Gedichtzyklus: „Sair - Der Poet“, „Das Stückchen Erde“, „Mein Land“, „Hundert Jahre“. Er arbeitet als freier Hörfunk- und Fernsehjournalist. Levent Aktoprak schreibt in deutscher Sprache Gedichte, in denen er sich mit einem breiten Spektrum brisanter Themen und aktueller Fragen beschäftigt.

Buchpublikationen

Entwicklung. Gedichte: Duisburg: Kaynar 1983.

Ein Stein der blühen kann. Gedichte. Berlin: Express Edition 1985.

Unterm Arm die Odyssee. Gedichte. Frankfurt/M: Dagyeli 1987.

Eine türkische Familie erzählt. Reportage. Hg. Stadt Leverkusen. Leverkusen 1990.

Das Meer noch immer im Kopf. Poem. Frankfurt/M: Dagyeli 1991.

Sekundärliteratur

Heinze, Hartmut (1986): Migrantenliteratur in der Bundesrepublik. Bestandsaufnahme und Entwicklungstendenzen zu einer multikulturellen Literatursynthese. Berlin: Express Edition.

Pommerin, Gabriele (1989): Kunst als „Kulturvermittlerin“ und die Bedeutung der „Migranten“-Literatur für die interkulturelle Erziehung. In: Rösch, Heidi (Red.): Literatur im interkulturellen Kontext. Berlin: TUB-Dokumentation Weiterbildung 20, S.28-34.

Zielke, Andrea (1985): Standortbestimmung der „Gastarbeiter-Literatur“ in deutscher Sprache in der bundesdeutschen Literaturszene. Kassel: Gesamthochschul-Bibliothek.

Unterrichtspraktisches Material

Luchtenberg, Sigrid (1989): Zweisprachigkeit und interkultureller Unterricht. Mit Beispielen aus der Migrantenliteratur. In: Interkulturell, 2 (2-3), S. 208-226.

Ryad Alabied

Ryad Alabied wurde 1960 in Rakka, Syrien geboren. Bis 1986 studierte er Philosphie in Damaskus, ab 1989 Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. Seit der Promotion ist er als freier Journalist und Schriftsteller, Mitbegründer und Leiter des Arbeitskreises „Ausländische Literatur und Poesie“ an der Universität Trier und Herausgeber des Literaturmagazines „Fremde Verse“ tätig. 1986 erhielt er den Poetik- und Literaturpreis der Universität Damaskus.

Buchpublikation:

Umwandlung in die Erde. Gedichte. Köln: 1990.

Gebete im Tempel der Zeit. Gedichte. Köln: 1991.

Koran der Auswanderer. Gedichte. Köln: 1992.

Garten der Begierden. Erzählungen und Gedichte aus dem Abend- und Morgenland. Köln: Mohtadi 1992.

Über das freie Denken. Zwischen islamischer und westlicher Kultur. Mainz: Günter 1997.

Die Gerechtigkeit im Islam unter besonderer Berücksichtigung des Koran. Aachen: Wissenschaftsverlag Mainz 2001.

Sehenduft. Gedichte. Aachen: Verlag Mainz 2003.

Sekundärliteratur:

Schulte, Hans Ludwig (19.12.1993): Rufer in vielerlei Wüsten. Trierischer Volksfreund.

Schwinn, Rudolf (1997): Garten der Begierden. In: Impressum, H.1, S.39 f.

Hussain Al-Mozany

Hussain Al-Mozany wurde 1954 im Irak geboren und ist in Bagdad aufgewachsen. 1978 kam er in den Libanon, 1980 nach Deutschland. Er studierte Arabistik, Islamwissenschaft, Germanistik und Publizistik in Münster und Kairo. Er schrieb mehr Bücher auf Arabisch als auf Deutsch und übersetzt deutsche Autoren ins Arabische. 2003 erhielt er den Chamisso-Förderpreis.

Deutsche Buchpublikationen:

Der Marschländer. Bagdad, Beirut, Berlin. Roman. Frankfurt/Main: Glare 1999.

Mansur oder der Duft des Abendlandes. Roman. Leipzig: Reclam 2002. 

Spiegelschriften. Neue arabische Literatur. Zwischen Arrangement und Befreiung. Hrsg. von Sven Arnold unter Mitarbeit von Elias Khoury, Najwa Barakat, Betool Khedairj, Zakaria Mohammed, Hussain al- Mozany, Ghassan Zaqtan. Berlin: Vice Versa 2003.

Cyrus Atabay

Cyrus Atabay wurde 1929 in Teheran / Iran geboren und kam schon als Kind nach Berlin, lebte nach Kriegsende im Iran und in der Schweiz, ab 1951 wieder in Deutschland. Er studierte Literturwissenschaft in München und lebte danach im Iran. Nach der iranischen Revolution 1978 ging er nach London, seit 1983 lebte er als Staatenloser und freier Schriftsteller in München, wo er 1996 starb. Neben eigenen Gedichtbänden gab er „Die schönsten Gedichte aus dem klassischen Persien“ (Beck 1998, mit Kurt Scharf) und „Die Worte der Ameisen. Persische Mystik in Versen und Prosa“ (Claasen 1982) heraus.

Er wurde 1990 mit dem Chamisso-Preis ausgezeichnet.

Buchpublikationen

Einige Schatten. Gedichte. München: Hanser 1956.

An- und Abflüge. Gedichte. München: Hanser 1958.

Meditation am Webstuhl. Gedichte. München: Hanser 1960.

Gegenüber der Sonne. Gedichte und kleine Prosa. Hamburg: Claasen 1964.

Doppelte Wahrheit. Gedichte und Prosa. Hamburg: Claasen 1969.

An diesem Tage lasen wir keine Zeile mehr. Gedichte. Frankfurt/M: Insel 1974.

Das Auftauchen an einem anderen Ort. Gedichte. Frankfurt /M: Insel 1977.

Die Leidenschaft der Neugierde. Neue Gedichte. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1981.

Stadtplan von Samarkand. Porträts, Skizzen, Gedichte. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1983.

Salut den Tieren. Ein Bestiarium. Düsseldorf: Eremiten Press 1983.

Prosperos Tagebuch. Gedichte. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1985.

Die Linien des Lebens. Gedichte. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1986.

Puschkiniana. Gedichte. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1990.

Gedichte: Frankfurt & Leipzig: Insel 1991.

Leise Revolten. Kleine Prosa. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1992.

Die Wege des Leichtsinns. Zerstreutes äolisches Material. Gedichte. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1994.

An diesem Tag lasen wir keine Zeile mehr. Gedichte. Frankfurt/M: Insel 1995.

Sekundärliteratur

Schirnding, Albert von (1996): Der Klasssiker, der aus der Fremde kam: Cyrus Atabay. In: Ackermann, I. (Hg): Fremde Augen-Blicke. Mehrkulturelle Literatur in Deutschland. Bonn: Inter Nationes, S. 51-53.

Tevfik Baser

Tevfik Baser, 1951 im türkischen Cankiri geboren, lebt heute in Hamburg. Aufgewachsen ist er in Eskisehir, einer kleinen Stadt zwischen Bursa und Ankara. 1973 ging er nach London, wo er sich mit der Fotografie befasste. Anschließend ließ er sich in der Türkei als Grafiker, Bühnenbildner und Kameramann ausbilden. Später dann, in Deutschland, machte er seinen Abschluss an der Hochschule für Bildende Künste am Lerchenfeld.

Die erste Arbeit, die Tevfik Baser vorlegte, war ein etwa 40 Minuten langer Dokumentarfilm. Sein erster Spielfilm 40 qm Deutschland brachte ihm viel Anerkennung ein – auch auf dem Festival in Cannes. Sein Film war einer der sieben, die von 150 Filmen aus 39 Ländern für "Die Woche der Kritik" ausgewählt wurden. Für diesen Film erhielt der Regisseur 1996 den Goldenen Leopard.

In 40 qm Deutschland geht der Regisseur sehr ökonomisch mit der Sprache um. „Es gibt viel Stille in meinem Film", sagt er, „nicht so viele Dialoge. Und wenn Sprache doch notwendig wurde, dann habe ich sie oft in Form von Monologen verwendet. Das war auch dramaturgisch wichtig. Die Sprachlosigkeit, der Abstand zwischen Mann und Frau, werden dadurch noch unterstrichen."

Filme

Zwischen Gott und Erde. Dokumentarfilm

Tausend Augen. 1984.

Nr. 1 – Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste.1984.

40 qm Deutschland. Spielfilm 1986, als VHS erhältlich.

Europa abends. Spielfilm, 1988/89.

Paradies kaputt./Abschied vom falschen Paradies 1989 (Als Vorlage diente das Buch “Frauen, die sterben, ohne dass sie gelebt hätten“ von Saliha Scheinhardt.)

Lebewohl Fremde. Spielfilm 1990.

Zeit der Wünsche. Spielfilm 2004/2005.

Fakir Baykurt  

Fakir Baykurt wurde 1929 in Akcaköy in Anatolien geboren. Er studierte bis 1948 im Gönen Village Institut und war anschließend fünf Jahre als Dorflehrer tätig. 1955 graduierte er am Gazi Educational Institut und arbeitete anschließend als Grundschullehrer. Außerdem studierte er ein Jahr in Bloomington Pädagogik. Er war Generalsekretär der türkischen Lehrergewerkschaft und PR- Direktor der Technischen Universität des Mittleren Ostens bis zu seiner Verhaftung 1971. 1978 war er Berater des Kulturministers, 1979 ging er nach Deutschland und arbeitete. Fakir Baykur war Gründungsmitglied der Türkisch-Griechischen-Freundschaftsgesellschaft.

Er hat mehr als 40 Romane, Sammlungen von Kurzgeschichten und Kinderbücher veröffentlicht, von denen die meisten nicht ins Deutsche übersetzt wurden, und 6 Literaturpreise in der Türkei erhalten. 1984 erhielt er außerdem den Kinderliteraturpreis des Berliner Senats und 1985 den Literaturpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, einige verfilmt oder für die Bühne bearbeitet. Zudem veröffentlichte er mehrere Bücher und Broschüren in Deutschland über das türkische Erziehungssystem.

Fakir Baykurt ist am 11.10.1999 verstorben.

Buchpublikationen

Hauptwerke in türkischer Sprache: Tirpan (Die Sense). (Als Theaterstück bearbeitet.) – Yayla (Bergwerde). – Onuncu Köy (Das zehnte Dorf). –Köygöcüren (Dorfstürmer). – Keklil (Rebhuhn). – Kaplumbagälar (Die Schildkröten). – Yüksek Firinlas (Hochöfen).

Deutsche Übersetzungen:

Ein langer Weg.

Die Friedenstorte. Berlin: Aararat 1980. (Als Theaterstück bearbeitet.)

Mutter Irazca und ihre Kinder. Berlin: Ararat 1981.

Die Rache der Schlangen. Stuttgart: Europäischer Buchclub 1964 / 81.

Das Epos von Kara Ahmet. Berlin: Ararat 1984.

Nachtschicht und andere Erzählungen aus Deutschland. Zürich: Unionsverlag 1984.

Die Schönste der Welt. 1987.

Die Stieglitze. 1987.

Die Salbe. 1988.

Strafversetzt. 1988.

Sakara – Der schöne Hahn. 1987. (Als Theaterstück bearbeitet.)

5 Kassetten mit türkischen und deutschen Texten. München: Kassettenprogramm für ausländische Mitbürger e.V. o.J.

Die Oelweide. Moderne türkische Erzähler. Mitherausgeber. 1964.

Mögen die Eichen nach uns wachsen. Ein Film nach einer Erzählung von Fakir Baykurt. 1989.

Dorfinstitute in der Türkei. Oberhausen: Ortadogu 1994.

Türkische Gärten im Pott. Hückelhoven: Anadolu 1997.

Die Jahre mit meiner Mutter. Erinnerungen. Hückelhoven: Anadolu 1997.

Unterrichtspraktisches Material

Wenderott, Claus (Hg.) (1993): Ates Ali / Der kluge Ali von Fakir Baykurt als Text und Schattenspiel für deutsche und ausländische Schüler. Universität Essen, Arbeitsstelle für Migrantenliteratur.

Sekundärliteratur

Aydinlanmacisi, A.; Feridua, A.: Festschrift zum 60. Geburtstag. 1989.

Habib Bektas

Habib Tektas wurde 1951 in Salihi (Türkei) geboren. Als Kind armer, ländlicher Eltern besuchter er nur die Grundschule. Danach war er Gelegenheitsarbeiter in der Türkei, schrieb nebenbei Gedichte, die in türkischen Literaturzeitungen veröffentlicht wurden und kam 1973 in die Bundesrepublik Deutschland. Zunächst war er in einer Textil-, dann in einer Metallwarenfabrik beschäftigt, bis er sich schließlich als Gastronom (Theatercafé) in Erlangen selbständig machte, wo er heute mit seiner Familie lebt. 1982 wurde ihm der Förderpreis der Stadt Erlangen zugesprochen. Seinen Namen verdankt er einem Druckfehler. Die führende türkische Literaturzeitschrift „Varlik“ veröffentlichte seine ersten Gedichte unter dem Namen Bektas statt Tektas. Dieser Name blieb dann sein Künstlername.

Habib Bektas schreibt auf Türkisch und übersetzt seine Werke dann ins Deutsche.

Buchpublikationen

Die Belagerung des Lebens. Deutsch von Yüksel Pazarkaya. Berlin: Ararat (zweisprachige Ausgabe) 1981.

Ohne Dich ist jede Stadt eine Wüste. Gedichte. München: Damnitz 1984.

Reden die Sterne. Kindergedichte für Erwachsene, Neuss: Damnitz-Verlag 1985.

Die Erde und der Mensch. Erzählungen. Übersetzt von Wolfgang Riemann. Berlin: Express 1985.

Hamriyanim. Roman. 1989.

Das vergessene Wachsen. Erlangen: Art Direct 1989.

Das Länderspiel. Erzählungen. Aus dem Türkischen von Wolfgang Riemann. Tübingen: heliopolis 1991.

Mein Freund der Opabaum. Illustrationen von Irmgard Guhe. Erlangen: Boje 1991.

Sirin wünscht sich einen Weihnachtsbaum, Ravensburg: Maier 1991.

Bektas, Habib (Text) / Kellner, Ingrid (Bilder): Sirin wünscht sich einen Weihnachtsbaum. (Aus dem Türkischen übersetzt von Lorenz Bomhard und Habib Bektas.) Ravensburg: Maier (zweisprachige Ausgabe) 1991.

Metin macht Geschichten. Erlangen: Boje 1994.

wie wir kinder – çocukça. Groß Oesingen: Verlag der ev. Luth. Mission/Erlanger Verlag für Mission und Ökumene 1996.

Geruch des Schattens. Roman. 1997. (2001 verfilmt „Septembersturm“)

Zaghaft meine Sehnsucht. Gedichtband. Unkel: Horlemann 1997.

ETWAS. Theaterstück. Erlangen, Uraufführung 2000.

Der Hintergarten des Paradieses. Roman. 2000.

babel zum trotz, Unkel: Horlemann 2002.

Ein gewöhnlicher Tag. Erlangen: Sardes 2005.

Einige weitere Werke sind in der Türkei erschienen.

Sekundärliteratur

Heinze, Hartmut (1986): Migrantenliteratur in der Bundesrepublik. Bestandsaufnahme und Entwicklungstendenzen zu einer multikulturellen Literatursynthese. Berlin: Express Edition.

Zielke, Andrea (1985): Standortbestimmung der „Gastarbeiter-Literatur“ in deutscher Sprache in der bundesdeutschen Literaturszene. Kassel: Gesamthochschul-Bibliothek.

Elazar Benyoëtz

Elazar Benyoëtz wurde 1937 in der Wiener Neustadt geboren und emigrierte 1939 mit seiner Familie nach Israel. Dort veröffentlichte er mehrere Gedichtbände. Von 1957 an war er als freier Schriftsteller tätig, 1959 legte er sein Rabbinerexamen ab. 1964 kam er nach Deutschland, wo er mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft die „Bibliograhia Judaice“ gründete(fortgesetzt von Renate Heuer an der Universität Frankfurt/M.). Seit 1969 schreibt er fast ausschließlich auf Deutsch. Der Autor erhielt 1988 den Chamisso-Preis. Elazar Benyoëtz lebt heute ist Jerusalem und ist seit 2003 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt).

Auszeichnungen u.a.: Artists in Residence, Berlin, 1964; Adalbert-von-Chamisso-Preis, 1988; Bundesverdienstorden für Verdienste um die deutsche Sprache, 1997; Joseph-Breitbach-Preis, 2002.

Buchpublikationen

Sahadutha. Aphorismen. Berlin 1969.

Anette Kolb und Israel. Heidelberg: Stiehm 1970.

Einsprüche. Aphorismen. München: Hanser 1973.

Einsätze. Aphorismen: Hanser 1975.

Worthaltung. Aphorismen, Sätze und Gegensätze. München: Hanser 1977.

Eingeholt. Neue Einsätze. Aphorismen. München: Hanser 1979.

Wort in Erwartung. Kreuzlingen: Veröffentlichung der Gottlieber Dichterfreunde 1, 1980.

Vielleicht-Vielschwer. Aphorismen. München: Hanser 1981.

Fraglicht. Kreuzlingen: Veröffentlichung der Gottlieber Dichterfreunde 2, 1981.

Im Vorschein. Kreuzlingen: Veröffentlichung der Gottlieber Dichterfreunde 3, 1982.

Nahsucht. Kreuzlingen: Veröffentlichung der Gottlieber Dichterfreunde 4, 1982.

Andersgleich. Kreuzlingen: Veröffentlichung der Gottlieber Dichterfreunde 5, 1983.

Für- und Gegenwart. Kreuzlingen: Veröffentlichung der Gottlieber Dichterfreunde 6, 1984.

Weggaben. Weinfelden: 1986.

Solange wir das eingehaltene Licht. Briefwechsel 1966-82 mit Clara von Bodmann. Konstanz: Hartung 1989.

Treffpunkt Scheideweg: München: Hanser 1990.

Filigranit. Göttingen: Steidl 1992.

Paradiesseits. Eine Dichtung. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke 1, 1992.

Taumeltau. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke 2, 1992.

Träuma. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke 3, 1993.

Beten. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke 4, 1993

Hörsicht. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke 5, 1994.

Brüderlichkeit. Das älteste Spiel mit dem Feuer. München: Hanser 1994.

Wirklich ist, was sich träumen lässt. Gedanken über den Glauben. Gütersloh: Güterloher Verlagshaus 1994.

Endsagung. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke 6, 1995.

Querschuss. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke 7, 1995.

Identitätstäuschung. Herrlingen bei Ulm: 1. Sonderheft der Herrlinger Drucke, 1995.

Alle Siege werden davongetragen. München: Deutscher Taschenbuchverlag 1996.

Entwirt. Herrlingen bei Ulm: 2. Sonderheft der Herrlinger Drucke, 1996.

Variationen über ein verlorenes Thema: München: Hanser 1997.

Keineswegs. Mit einem Nachwort von Paul Hoffmann. Herrlingen bei Ulm: Herrlinger Drucke. Neue Folge. 1, 1998.

Die Zukunft sitzt uns im Nacken. München: Hanser 2000.

Allerwegsdahin – Mein Weg als Jude und Israeli ins Deutsche. Hamburg: Arche 2001.

Der Mensch besteht von Fall zu Fall, Leipzig: Reclam 2002.

Finden macht das Suchen leichter. München: Hanser 2004.

Franco Biondi

Franco Biondi wurde 1947 in Forli (Norditalien) als Kind von umherreisenden Schaustellern geboren. 1965 kam er in die Bundesrepublik und arbeitete als Elektroschweißer. Nach dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg studierte er Psychologie und lebt heute als Schriftsteller und Psychotherapeut in Hanau. Franco Biondi schreibt seit Ende der 70er-Jahre Gedichte, Prosa und Essays vor allem in deutscher Sprache. Er war Mitherausgeber und Autor der Anthologien „südwind-gastarbeiterdeutsch“ bei der Con-Edition in Bremen und denen der „Südwind-Literatur“ beim Neuen Malik Verlag in Kiel. Franco Biondi war Mitbegründer des polynationalen Literatur- und Kunstvereins „PoLiKunst“ (1980-1987) und hat Anfang der 80er-Jahre zusammen mit Rafik Schami programmatische Essays zur „Gastarbeiterliteratur“ verfasst.

Seine Literatur behandelt den Alltag ethnischer Minderheiten und in der Emigration aufwachsender Kinder und Jugendlicher. Er thematisiert Abschiebung, Rückkehrträume und Generationskonflikte, von der Vereinsamung und kulturellen Entwurzelung an der Seite der Deutschen. Er begnügt sich aber nicht damit, seine authentische Gastarbeitererfahrung als Thema in die Literatur einzubringen; er hat auch in seltener Konsequenz Worte und Begriffe aus der Arbeitswelt zu einer eigenständigen poetischen Bildsprache geformt. Metallstück ist inzwischen die deutsche Sprache, mit der Biondi so frei umgeht, daß ihn wohlmeinende Deutsche gern verbessern, bevor sie sich darauf eingelassen haben.

Franco Biondi wurde 1987 zusammen mit Gino Chiellino mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.

Buchpublikationen

Nicht nur Gastarbeiterdeutsch. Gedichte. Klein-Winterheim: Selbstverlag 1979.

Passavantis Rückkehr. Erzählungen 1. Fischerhude: Atelier im Bauernhaus 1982.

Die Tarantel. Erzählungen 2. Fischerhude: Atelier im Bauernhaus 1983.

Passavantis Rückkehr. Erzählungen. München: Deutscher Taschenbuchverlag 1985 (enthält die Erzählbände: Passavantis Rückkehr & Die Tarantel).

Abschied der zerschellten Jahre. Novelle. Kiel: Neuer Malik Verlag 1984.

Die Unversöhnlichen oder Im Labyrinth der Herkunft. Roman. Tübingen: heliopolis 1991.

Ode an die Fremde. Gedichte. St. Augustin: Avlos 1995.

Ein schöner Abschied. Novelle. St. Augustin: Avlos 1996.

In deutschen Küchen. Roman. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1997.

Heimat: Das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war. Ein israelisch-palästinensisch-deutsches Lesebuch. Beitr. v. Almog, R /Avnery, U /Biondi, F. Hrsg. v. Mayer, Hans G. /Wiegerling, Klaus. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1997.

Der Stau. Roman. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 2001.

Die Tinte und das Papier – Dichtung und Prosa italienischer AutorInnen in Deutschland. Shaker 1999 (zusammen mit Gino Chiellino und Guiseppe Giambusso).

giri e rigiri, laufend. Literarisches Programm, Band 108. Gedichte. Italien.-Dtsch. Frankfurt/M.: Brandes & Apsel 2005.

Deutschsprachige Essays

Literatur der Betroffenheit. Bemerkungen zur Gastarbeiterliteratur. In: Schaffernicht, Christian (Hg.): Zu Hause in der Fremde. Fischerhude: Atelier im Bauernhaus 1981, Reinbek: Rowohlt 1984, S. 124-136 (mit R. Schami).

Das ist meine Heimat, Mann! In: Kursbuch 62 /1982, S. 91-99.

Über den literarischen Umgang mit der Gastarbeiteridentität. In: PoLiKunst-Jahrbuch 1983 (mit R. Schami).

Ein Gastarbeiter ist ein Türke. In: PoLiKunst-Jahrbuch 1983 (mit Rafik Schami).

Mit Worten Brücken bauen! Bemerkungen zur Literatur von Ausländern.In: Meinhardt, Rolf (Hg.): Türken raus. Reinbek: Rowohlt 1984, S. 66-77 (mit R. Schami).

Einige Überlegungen zur künstlerischen Folklore. In: PoLiKunst-Jahrbuch 1984.

Erkundungen deutscher Schriftsteller. Rezension zu Ingeborg Drewitz: Wortmeldungen.In: PoLiKunst-Jahrbuch 1984.

Kultur der Ausländer. Von den Tränen zu den Bürgerrechten - italienische Emigrantenliteratur in der BRD. Frankfurt/M: Volkshochschulverband 1983 & in gekürzter Fassung in: Zeitschrift für Literatur und Linguistik 56 /1984, 7-11.

Einige Betrachtungen zur „Gastarbeiterliteratur“. In: Fremdworte 1 /1985, S. 13-15.

Verliert sich die Poly-Literatur im Glaslabyrinth der Fremde? In: Die Brücke 26 /1985, S. 61-65.

So sehe ich mich unter den Deutschen. Vortrag in Loccum.In: Die Brücke 38 /1987 und Tagungsprotokoll Loccum 1987.

Die Fremde und das Andere. Überlegungen für ein Essay. In: Rösch, H. (Red.): Literatur im interkulturellen Kontext. Berlin 1989 & In: Die Brücke 45 /1988.

Ich bin zäh und beharrlich! Franco Biondi im Gespräch mit „Die Brücke“. In : Die Brücke 56 /1990.

Arbeitsthesen zur Literatur der Fremde. In: Die Brücke 62 /1991, S. 14.

Was fremd bleibt. Über den intellektuellen Umgang mit der Anwesenheit von Inländern ohne Niederlassungsrecht. In: Die Brücke 2 /1992.

Sekundärliteratur

Ackermann, Irmgard (1997): Deutsche verfremdet gesehen - Die Darstellung des „Anderen“ in der „Ausländerliteratur“. In: Amirsedghi, Nasrin / Bleicher, Thomas (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S. 60-71.

Boris Blahak (1999): Liebe, Erotik, Sexualität als anthropologische Universalien oder kulturabhängige Prägungen in Erzähltexten von Akif Pirinçci, Renan Demirkan, Emine Sevgi Özdamar, Rafik Schami, Franco Biondi und Kostas Karaoulis. Zulassungsarbeit Regensburg.

Chiellino, Carmine (1988): Die Reise hält an. Ausländische Künstler in der Bundesrepublik. München: Beck´sche Reihe.

Chiellino, Carmine (1995): Am Ufer der Fremde. Literatur und Arbeitsemigration 1870 - 1991. Stuttgart: Metzler.

Hamm, Horst (1988): Fremdgegangen - Freigeschrieben. Einführung in die deutschsprachige Gastarbeiterliteratur. Würzburg.

Howard, Mary (1997): Interkulturelle Ichkonfiguration. Zu Renan Demirkan Die Frau mit Bart und Franco Biondis Die Unversöhnlichen. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 31-46.

Reeg, Ulrike (1988): Schreiben in der Fremde. Literatur nationaler Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland. Essen: Klartext.

Reeg, Ulrike (1997): Die Literarisierung fremdkulturell bestimmter Schreibsituationen in den Werken von Aysel Özakin und Franco Biondi. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 151-164.

Rösch, Heidi (1992): Migrationsliteratur im interkulturellen Kontext. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Zielke, Andrea (1985): Standortbestimmung der „Gastarbeiter-Literatur“ in deutscher Sprache in der bundesdeutschen Literaturszene. Kassel: Gesamthochschul-Bibliothek.

Unterrichtspraktisches Material

Krechel, Rüdiger / Reeg, Ulrike (Hg.) (1989): Werkheft Literatur „Franco Biondi“. München: Iudicium.

Rösch, Heidi (1995): Interkulturell unterrichten mit Gedichten. Zur Didaktik der Migrationslyrik. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Ewa Boura

Ewa Boura wurde 1954 in Thessaloniki geboren, studierte in London und lebt heute in Berlin.

Buchpublikationen

Das erste Buch. Gedichte. Berlin: Corvinus Presse 1995.

16 Gesänge. Gedichte. Berlin: Corvinus Presse 1996.

Gefrorene Nächte. Gedichte. Berlin: Corvinus Presse 1996.

Eine Hand voller Hoffnung. Gedichte deutsch-rumänisch. Pitesti: Calin Vlasie 1998.

24 Gesänge für Engel und ein Gedicht. Bludenz (Österreich). Freipresse 1998.

Tätowierung meiner Zeit. Gedichte. Berlin: Corvinus Presse 1999.

Hrsg. (mit I. Gellert) und Mitautorin: Zwischen den Zeiten – Zwischen den Welten. Ein Almanach. Berlin: Aragon 1995.

Mitautorin von: Ort der Augen. Heft 01/2001. Oschersleben: Ziehten Verlag.

Gino (Carmine) Chiellino

Gino Chiellino wurde 1946 in Carlopoli, einem Bergdorf Kalabriens geboren. Seine Großfamilie ist verstreut über die USA, Frankreich, die Schweiz, Australien und Deutschland. Er selbst lebt seit 1970 in der Bundesrepublik Deutschland, war 1970-72 Lehrer für italienische Schüler in Mannheim, 1972-76 Lektor für italienische Sprache und Kultur an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, wo er 1976 in Germanistik promovierte. Seit 1978 arbeitet er an der Universität Augsburg, wo er 1993 in Vergleichender Literaturwissenschaft habilitierte und seither als Privatdozent tätig ist.

Er schreibt seit 1976 Gedichte in deutscher Sprache. 1984 bildeten seine Gedichte die Grundlage für den Film “Felice heißt der Glückliche” von Hilde Bechert und Klaus Dexel. 1992 entstand der Videofilm „Gino Chiellino“ (hg. vom Goethe-Institut München). Seit 1985 unternimmt er Lesereisen nach Italien, Ungarn, in die Niederlande, nach Canada, Japan, in die Schweiz, nach Österreich, Polen und in die USA.

Gino Chiellino war Mitbegründer der PoLiKunst-Bewegung, einer Selbstorganisation immigrierter Künstler der 80er-Jahre, engagiert. Er war Mitherausgeber der Reihe Südwind-Literatur beim Neuen Malik Verlag, Herausgeber italienischer Lyrik in Deutschland und beschäftigt sich auch als Literaturwissenschaftler mit der Literatur immigrierter Autoren in Deutschland. 1987 erhielt er zusammen mit Franco Biondi den Chamisso-Preis, 1996 den Preis der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg für die Habilitationsschrift: “Literatur und Arbeitsmigration 1870-1991“.

Kontakt: 0049 821 991626 oder carmine. chiellino@sz.uni-augsburg.de

Gedichtbände

Mein fremder Alltag. Gedichte. Kiel: Neuer Malik Verlag 1984.

Sehnsucht nach Sprache. Gedichte. Kiel: Neuer Malik Verlag 1987.

Hommage à Augsburg. Drei Grafiken von Gjelosh Gjokaj und drei Gedichte von Gino Chiellino. Augsburg: Atelier Gjelosh Gjokaj 1991.

Equilibri estranei. Bergamo: Edizione Bagatt 1991.

Sich die Fremde nehmen. Gedichte 1986-1990. Mit der Laudatio von Erich Fried zur Verleihung des Adelbert-von-Chamisso-Preises 1987 an Gino Chiellino. Kiel: Neuer Malik Verlag 1992.

Die großen Mythen um das Wort. Drei Grafiken von Gjelosh Gjokaj und drei Gedichte von Gino Chiellino. Augsburg: Atelier Gjelosh Gjokaj 1997.

Die Tinte und das Papier – Dichtung und Prosa italienischer AutorInnen in Deutschland. Shaker 1999 (zusammen mit Franco Biondi und Guiseppe Giambusso).

In Sprachen leben. Meine Ankunft in der deutschen Sprache. Thelem: W.E.B. Universitätsverlag 2003.

Hrsg. von: Es gab einmal die Alpen. Anthologie Dtsch.-Italien. Thelem: W.E.B. Universitätsverlag 2004.

Weil Rosa die Weberin. Ausgewählte Gedichte von 1971-1991.Thelem: W.E.B. Universitätsverlag 2005.

Deutschsprachige Essays

Literatur und Identität in der Fremde. Zur Literatur italienischer Autoren in der Bundesrepublik. Augsburg: Bürgerhaus Kreßlesmühle 1985, Neuer Malik Verlag 1989.

Gemeinsamkeiten, die trennen - Unterschiede, die verbinden. In: Evangelische Akademie Iserlohn: Tagungsprotokoll 34 /1988, S. 2-10.

Die Reise hält an. Ausländische Künstler in der Bundesrepublik. München: Beck'sche Reihe 1988.

Die zweite Generation auf der Suche nach ihrer Geschichte. In: Rösch, H. (Red.): a.a.O. 1989, S. 70-83.

Fragen zum heutigen Stand der Rezeption der Ausländerliteratur in der Bundesrepublik Deutschland. In: Zielsprache Deutsch 22, 4 /1991, S. 237-242.

Am Ufer der Fremde. Literatur und Arbeitsemigration 1870-1991. Stuttgart: Metzler 1995.

Fremde Discourse on the Foreign. Toronto: Editions Guernica 1995.

Interkulturelle Literatur in der Bundesrepublik. Ein Metzler-Lexikon. Stuttgart: Metzler 2000.

Liebe und Interkulturalität. Essays 1998-2000. Tübingen: Narr 2001.

Ich in Dresden. Eine Poetikdozentur. Dresdner Chamisso-Poetikvorlesungen 2001. Mit e. Nachw. v. Walter Schmitz u. e. Bibliographie. Thelem: W.E.B. Universitätsverlag 2003.

Sekundärliteratur

Amodeo, Immacolata (1996): Die Heimat heißt Babylon. Zur Literatur ausländischer Autoren in der Bundesrepublik Deutschland. Westdeutscher Verlag, Opladen.

Borries, Mechtild/Hartmut Retzlaff (Hgg.)(1992):Gino Chiellino. Werkheft Literatur. Iudicium Verlag, München

Braune-Steininger, Wolfgang (1997): Themen und Tendenzen von Migrantenlyrik in der Bundesrepublik Deutschland. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 87-100.

Letteratura de-centrata (1995). Italienische Autorinnen und Autoren in Deutschland. Hgg.: Caroline Lüderssen/SalvatoreA. Sanna. Diesterweg Verlag, Frankfurt/M.

Pinarello, Maurizio (1998): Die italodeutsche Literatur. Geschichte, Analysen, Autoren. A. Francke, Tübingen/Basel.

Pommerin, Gabriele (1989): Kunst als „Kulturvermittlerin“ und die Bedeutung der „Migranten“-Literatur für die interkulturelle Erziehung. In: Rösch, Heidi (Red.): Literatur im interkulturellen Kontext. Berlin: TUB-Dokumentation Weiterbildung 20, S. 28-34.

Post, Klaus-Dieter (2001): Der Gang der Wasserspinne. Zur Lyrik Gino Chiellinos. In: Exil. Transhistorische und transnationale Perspektiven. Hrsg. Helmut Koopmann u. Klaus Dieter Post. Paderborn: Mentis Verlag. S. 283-314.

Reeg, Ulrike (1988): Schreiben in der Fremde. Literatur nationaler Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland. Essen: Klartext.

Rösch, Heidi (1992): Sich die fremde Sprache nehmen - Gino Chiellinos Lyrik als kritische Aneignung der deutschen Sprache. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt Universität zu Berlin, Reihe Geistes- und Sozialwissenschaften Heft 5 (1992).

Zielke, Andrea (1985): Standortbestimmung der „Gastarbeiter-Literatur“ in deutscher Sprache in der bundesdeutschen Literaturszene. Kassel: Gesamthochschul-Bibliothek.

Unterrichtspraktisches Material

Borries, Mechthild / Retzlaff, Hartmut (Hg.) (1992): Werkheft Literatur „Gino Chiellino“. München: Iudicium.

Rösch, Heidi (1995): Interkulturell unterrichten mit Gedichten. Zur Didaktik der Migrationslyrik. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Zehra Çirak

Zehra Çirak wurde 1960 in Istanbul (Türkei) geboren und lebt seit 1963 in Deutschland und wuchs in einem gemischten kulturellen Umfeld auf. Nach dem Besuch des deutschen Kindergartens, der Grund-, Haupt- und Berufsschule absolvierte sie eine Kosmetikerausbildung. In ihrem autobiographischen Prosatext „Gehversuche“ schildert sie, wie sie wegen ihres deutschen Freundes die Familie verlassen hat und nach Berlin gezogen ist. Sie lebt seit 1982 mit dem Objektkünstler Jürgen Walter in Berlin.

Sie schreibt Gedichte in deutscher Sprache. Neben Gedichtbänden hat sie eine Reihe von Beiträgen für den Rundfunk und das Fernsehen verfasst.

1987 erhielt sie ein Arbeitsstipendium vom Senator für Kulturelle Angelegenheiten in Berlin, 1989 später folgte der Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, 1993 der Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, 1994 gewann Çirak Zehra den Hölderlin Preis für Lyrik und 2001 erhielt sie in München den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Gedichte von ihr finden sich unter: http://www.juergen-walter.com/ (Zusammenarbeit mit Zehra Çirak)

Buchpublikationen

Flugfänger. Gedichtband mit Illustrationen von Jürgen Walter. Karlsruhe: edition artinform 1987.

Vogel auf dem Rücken eines Elefanten. Gedichte. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1991.

Fremde Flügel auf eigener Schulter. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1994.

Leibesübungen. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2000.

Unterrichtspraktisches Material

Meç, Ilyas (1995): Wider die tribalistische Einfalt: Die zweite Generation. In: Diskussion Deutsch, 26 (143), S. 176-185.

Rösch, Heidi (1995): Interkulturell unterrichten mit Gedichten. Zur Didaktik der Migrationslyrik. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Rösch, Heidi (1995): Befremdendes Deutsch. In: Praxis Deutsch Heft, 22 (132), S. 28-30.

László Csiba

László Csiba wurde 1949 in Mosonmagyaróvár / Ungarn geboren, studierte in der DDR und arbeitete dort zunächst als Chemiker, dann als Übersetzer und Dolmetscher. 1987-1991 studierte er am Institut für Literatur in Leipzig. Er lebt in Halle an der Saale.

1992 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt und ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, 1995 den Chamisso-Förderpreis.

Buchpublikationen:

Gleichgewichtsstörung. Erzählungen. Tübingen: Heliopolis 1995.

Der Blätterer. Groteske. Köln: WDR 1996.

Durch das Flugloch der Bleistiftspitze. Gedichte. Eggingen: Edition Klaus Isele 1998.

Ich töte Mozart nicht. Hörspiel. Tübingen: Heliopolis 2000.

Das Komma in der Milch. Hallesche Autorenhefte 28. Halle: Förderkreis der Schriftsteller 2001.

Das Lachen der Fische. Stekovics:Janos Verlag 2003.

 

Sekundärliteratur:

Exner, Richard: László Csiba. Keine Balance ohne Schmerz. In: Ackermann, I. (Hg): Fremde Augen-Blicke. Mehrkulturelle Literatur in Deutschland. Bonn: InterNationes 1996, S. 12-123.

Nevfel Cumart

Nevfel Cumart wurde 1964 als Kind türkischer Eltern in Lingenfeld in Rheinland-Pfalz geboren und ist im niedersächsischen Stade zur Schule gegangen und aufgewachsen. Einen Teil seiner Jugend verbrachte er bei deutschen Pflegeeltern. Die Türkei sah er erstmals als Neunjähriger; er beherrscht die türkische Sprache nur zum Teil. Nach dem Abitur absolvierte er eine Zimmermannslehre und studierte anschließend Turkologie, Arabistik und Islamkunde in Bamberg, wo er auch heute noch lebt. Seine Lyrik ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Neben seinen eigenen Werken veröffentlichte er auch zahlreiche Aufsätze und Beiträge in Zeitschriften, Nachschlagewerken und Anthologien.

Homepage: http://www.cumart.de

Buchpublikationen

Im Spiegel. Gedichte. Stade: Järnecke 1983.

Herz in der Schlinge. Stade 1985.

Ein Schmelztiegel im Flammenmeer. Gedichte. Frankfurt/M. 1988.

Das ewige Wasser. Gedichte. Düsseldorf: Grupello 1990 & 1997.

Das Lachen bewahren. Gedichte. Düsseldorf: Grupello 1993 & 1996.

Verwandlungen. Gedichte. Düsseldorf: Grupello 1995.

Zwei Welten. Gedichte. Düsseldorf: Grupello1996.

Schlaftrunken die Sterne. Gedichte. Düsseldorf: Grupello 1997.

Hochzeit mit Hindernissen. Erzählungen Düsseldorf: Grupello 1998.

Waves of Time. Wellen der Zeit. Düsseldorf: Grupello 1998.

Auf den Märchendächern. Gedichte. Düsseldorf: Grupello 1999.

Ich pflanze Saatgut in Träume. Frühe Gedichte. Düsseldorf: Grupello 2001.

Seelenbilder. Portraitgedichte. Düsseldorf: Grupello 2002.

Unterwegs zu Hause. Gedichte. Düsseldorf: Grupello 2003.

Sekundärliteratur

Aries, Wolf-Dieter (1994): “Ein neues Lied auf der Türken Laute…?“ Der Dichter Nevfel Cumart.
Moslemische Revue. Frankfurt: April.

Bourke, Eoin (1997): „Die Bürde zweier Welten“: Nevfel Cumart. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 71-86.

Burkhard, A. (1991): Zwischen zwei Sprachen. Nevfel Cumart und seine Kinder. Frankfurter Rundschau 1.2.

Çakir, Mustafa (1994): Symbiose zweier Kulturen in der deutschsprachigen Migrationsliteratur: der türkisch-deutsche Lyriker Nefvel Cumart. Diyalog. Interkulturelle Zeitschrift für Germanistik. 12/1994.

Gültekin, Ali (1995): Ein Wanderer zwischen der deutschen und türkischen Kultur. Dokumentation zum 5. Türkischen Germanistik Symposium. EskiOehir University Press.

Meç, Ilyas. (1993): Kein Blumentopf zu gewinnen. Die Zerrissenheit, zwischen zwei Kulturen zu stehen, ist der Einsicht gewichen, dass man aus beiden Kulturen auch Bereicherung ziehen kann. Portrait des Schriftstellers Nevfel A. Cumart. In: Tageszeitung 11.12..

Meç, Ilyas (1995): Wider die tribalistische Einfalt: Die zweite Generation. In: Diskussion Deutsch, 26 (143), S. 176-185.

Neuhaus. Stefan (1998): Nefvel Cumart – Zwei Welten. Moderna Sprak. Vol.XCII. Nr. 1. Linköping.

Schlicht, Hans (1997): Nefvel Cumart: Literatur als Brückenschlag zwischen zwei Welten. Schulreport. München.

Güney Dal

Güney Dal wurde 1944 in Canakkale geboren. Durch die Tätigkeit seines Vaters als Zollbeamter verbrachte er seine Kindheit in verschiedenen Orten der Türkei und absolvierte schließlich in seiner Geburtsstadt das Gymnasium. Danach studierte er Romanistik in Istanbul und arbeitete als Synchronsprecher, Landvermesser, Buchhändler und Rundfunkjournalist. 1972 kam Güney Dal nach Berlin, wo er sich sein Geld zunächst als Fabrik- und Transportarbeiter verdiente, dann als Autor und Rundfunkjournalist beim SFB tätig war. Heute lebt er als freier Schriftsteller. 1976 erhielt er den Romanpreis des Verlages Milliyat in Istanbul, 1980,1983 und 1985 Literaturstipendien des Berliner Senats, 1997 zusammen mit José Oliver den Chamisso-Preis.

Buchpublikationen

Wenn Ali die Glocken läuten hört. Deutsch von Brigitte Schreiber-Grabitz. Berlin: Edition der 2 1979.

Europastraße 5. Roman. Aus dem Türkischen von Carl Koß. Hamburg: Buntbuch 1981, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1983, München: Piper 1990.

Die Vögel des falschen Paradieses. Erzählungen in zwei Sprachen. Übersetzt von Eva Warth-Karabulut. Frankfurt/M: Dagyeli 1985.

Der enthaarte Affe. Roman. Aus dem Türkischen von Carl Koß. München: Piper 1988.

Geschichten aus der Geschichte der Türkei (mit Yüksel Pazarkaya). München: dtv/Luchterhand.

Eine kurze Reise nach Gallipoli. Roman. Aus dem Türkischen von Carl Koß München: Piper 1994.

Teestunden am Ring. Aus dem Türkischen von Carl Koß. München: Piper 1999.

Janitscharenmusik. Aus dem Türkischen von Carl Koß. München: Piper 1999. (Veränderte Neuausgabe von „Der enthaarte Affe“)

Sekundärliteratur

Roth, Hans-Joachim (1991): „Chronist der Ausgewanderten“ – Gueney Dals Romane als Medium interkultureller Kommunikation. In: Lernen in Deutschland, 11(1991) 2, S.122-136.

György Dalos

 György Dalos wurde 1943 in Budapest / Ungarn geboren, studierte an der Moskauer Universität Geschichte. 1964 erschien sein erster Lyrikband in Ungarn. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei. 1968 wurde er im „Maoistenprozess“ zu Gefängnis mit Bewährung und Publikationsverbot verurteilt. 1977 schloss er sich der demokratischen Opposition in Ungarn an. 1987 kam er nach Wien, wo er als freier Schriftsteller und Publizist lebte. Seit 1992 ist er Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung. 1995 übernahm er die Leitung des Hauses Ungarn in Berlin. Im gleichen Jahr erhielt er den Chamisso-Preis.

Buchpublikationen

Meine Lage in der Lage. Gedichte und Geschichten. Deutsche Bearbeitung von Thomas Brasch und Hans Magnus Enzensberger. Berlin: Rotbuch 1979.

Neunzehnhundertfünfundachtzig. Ein historischer Bericht. Deutsche Bearbeitung von Reinhard Weißhuhn. Berlin: Rotbuch 1982.

Kurzer Lehrgang, langer Marsch. Eine Dokumontage. Deutsch von Reinhard Weißhuhn und Elisabetz Käsbauer. Berlin: Rotbuch 1985.

Mein Großvater und die Weltgeschichte. Deutsche Bearbeitung von Matthias Fienbork. Berlin: Literarisches Colloquium 1985.

Archipel Gulasch. Entstehung der demokratischen Opposition in Ungarn. Deutsche Bearbeitung Elsbeth Zylla. Bremen: Edition Temmen 1986.

Die Beschneidung. Eine Geschichte. Aus dem Ungarischen von György Dalos und Elsbeth Zylla. Frankfurt/M: Insel 1990, Frankfurt/M: Suhrkamp 1993, 1997, 1999.

Vom Propheten zum Produzenten. Der Rollenwandel der Literaten in Ungarn und Osteuropa. Wien: Wespennest 1992.

Proletarier aller Länder, entschuldigt mich! Das Ende des Ostblockwitzes. Deutsche Bearbeitung Elsbeth Zylla. Bremen. Edition Temmen 1993.

Der Versteckspieler. Gesellschaftsroman. Aus dem Ungarischen von György Dalos und Elsbeth Zylla. Frankfurt/M: Insel 1994, 1997.

Ungarisches Lesebuch. Mit einem Vorwort von György Dalos. Hrsg. von Hans-Henning Paetzke. Frankfurt/M: Insel 1995.

Der Rock der Großmutter. Geschichten. Deutsche Bearbeitung von Thomas Brasch, Matthias Fienbork, Peter-.Paul Zahl und Elsbeth Zylla. Frankfurt/M: Suhrkamp 1996.

Ungarn. Vom Roten Stern zur Stephanskrone. Aus dem Ungarischen von György Dalos und Elsbeth Zylla. Frankfurt/M: Insel o.J.

Der Gast aus der Zukunft. Zusammen mit Andrea Dunai. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1996.

Olga Pasternaks letzte Liebe. Deutsche Bearbeitung Elsbeth Zylla. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt. 1999.

Der Gottsucher. Aus dem Ungarischen von György Dalos und Elsbeth Zylla. Frankfurt/M: Insel 1999, 2001.

Die Reise nach Sachalin. Aus dem Ungarischen von György Dalos und Elsbeth Zylla. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 2001.

Seilschaften. Roman. Aus dem Ungarischen von György Dalos und Elsbeth Zylla. Köln: DuMont 2002.

Ungarn in der Nußschale. Geschichte meines Landes. München: Beck 2005.

Balaton-Brigade. Erzählung. Hamburg: Rotbuch-Verlag 2006.

1956. Der Aufstand in Ungarn. München: Beck 2006.

Sekundärliteratur

Haldimann, Eva (1996): György Dalos, „keine typische Dissidentenfigur“. In: Ackermann, I. (Hg): Fremde Augen-Blicke. Mehrkulturelle Literatur in Deutschland. Bonn: InterNationes, S. 101-103.

Eleni Delidimitriou-Tsakmaki

Eleni Delidimitriou-Tsakmaki wurde 1938 in der Nähe von Thessaloniki (Zangliveri) geboren. Mit 17 heiratete sie und ging mit ihrem Mann nach Deutschland. Heute lebt sie in München.

Buchpublikationen

Die ewige Suche nach der Heimat. Roman. Athen: Lampsi 1994.

Die Stoffpuppe. Roman. Köln: Romiosini 1994.

Aris, der Sohn des Emigranten. Novelle. Köln: Romiosini 1998.

Tragikomische Szenen aus dem Leben der Emigranten. München: 1998.

Renan Demirkan

 Renan Demirkan wurde 1955 in der Türkei geboren. Seit ihrem siebten Lebensjahr lebt sie in Deutschland. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaften. Im deutschsprachigen Raum ist sie zunächst als mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin für Theater, Film und Fernsehen bekannt geworden. Sie erhielt u.a. den Grimme-Preis, die Goldene Kamera und das Bundesverdienstkreuz. Ihre Erfahrungen mit der alten und der neuen Heimat hat sie in ihrer ersten Erzählung „Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker“ verarbeitet. Renan Demirkan ist zur Zeit mit ihrem neuesten Soloprogramm „Über Liebe, Götter, Rasenmähen“ auf verschiedenen Bühnen zu sehen.

Homepage: http://www.renan-demirkan.de/

Buchpublikationen

Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker. Erzählung. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1991, Gütersloh: Goldmann 1993, Gütersloh: Goldmann 1995 (Großdruck); Steinbach 1996 (3 Kassetten).

Die Frau mit Bart. Erzählung. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1994, Steinbach 1994 (2 Kassetten), Gütersloh: Goldmann 1996.

Sakalli Kadin. Berlin: Das arabische Buch 1995.

Es wird Diamanten regnen vom Himmel. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1999, 2002.

Der Diamant von Bagdad. Düsseldorf: Patmos 2001 (CD und AV).

Der Mond, der Kühlschrank und ich. Heimkinder erzählen. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2001.

Über Liebe, Götter, Rasenmähen. Geschichten und Gedichte über die Liebe, Books on Demand/Allitera (Begleitbuch zum Soloprogramm).

Sekundärliteratur

Ackermann, Irmgard (1997): Deutsche verfremdet gesehen - Die Darstellung des „Anderen“ in der „Ausländerliteratur“. In: Amirsedghi, Nasrin / Bleicher, Thomas (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S. 60-71.

Boris Blahak (1999): Liebe, Erotik, Sexualität als anthropologische Universalien oder kulturabhängige Prägungen in Erzähltexten von Akif Pirinçci, Renan Demirkan, Emine Sevgi Özdamar, Rafik Schami, Franco Biondi und Kostas Karaoulis. Zulassungsarbeit Regensburg.

Boa, Elizabeth (1997): Sprachenverkehr. Hybrides Schreiben in Werken von Özdamar, Özakin und Demirkan. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 115-138.

Fachinger, Petra (1997): Ohne Koffer: Renan Demirkan und Akif Pirinçci. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 139-152.

Howard, Mary (1997): Interkulturelle Ichkonfiguration. Zu Renan Demirkan Die Frau mit Bart und Franco Biondis Die Unversöhnlichen. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 31-46.

Johnson, Sheila (1997): Von „Betroffenheit“ zur Literatur. Frauen islamischer Herkunft, die auf deutsch schreiben. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 153-170.

Yesilada, Karin (1997): Die geschundene Suleika. Das Eigenbild der Türkin in der deutschsprachigen Literatur türkischer Autorinnen. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 95-114.

Hasan Dewran

Hasan Dewran wurde 1958 in der Osttürkei geboren und stammt aus einer kurdischen Familie. Nach dem Abitur kam er 1977 nach Deutschland und studierte Psychologie. Er schloss sein Studium mit einer theoretischen und empirischen Arbeit über „Belastungen und Bewältigungsstrategien bei Jugendlichen aus der Türkei“ (1989) ab. Hasan Devran schreibt schon seit seiner Volksschulzeit Gedichte, seit 1980 steht er im Kontakt mit dem „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“ in Mannheim. In den letzten Jahren veröffentlichte er in türkischsprachigen Zeitschriften, vor allem in der regionalen Presse.

Hasan Dewran arbeitet als Psychotherapeut und Schriftsteller in Mannheim. Er schreibt auf Deutsch, Türkisch und in seiner Muttersprache Zazaki.

Homepage: http://www.hasan-dewran.de
kontakt@Hasan-Dewran.de

Buchpublikationen

Entlang des Euphrat. Gedichte. Aus dem Türkischen von Claudia Schöning-Kalender. Berlin: Express 1983.

Tausend Winde - Ein Sturm. Gedichte und Aphorismen. Berlin: Edition Orient 1988.

Feuer seit Zarathustra. Gedichte, Aphorismen und eine lyrisches Märchen. München: Brandes & Apsel 1992.

Mit Wildnis im Herzen. Gedichte. München: Brandes & Apsel 1998.

Nähe und Ferne. Gedichte und lyrische Texte. Frankfurt/M.: Brandes und Apsel 2001.

CDs

Hazar Reng – Hazar Veng. Lyrik und Musik in der Zaza-Sprache. Frankfurt/M.: Brandes und Apsel 2001

Nähe und Ferne. Gedichte und lyrische Texte. Frankfurt/M.: Brandes und Apsel 2001.

Sekundärliteratur

Hans W. Panthel: Hasan Dewrans Tausend Winde – Ein Sturm: Lyrische Intensität auf der Suche nach sozialem Akzept. In: Germanistische Mitteilungen, Brüssel, Nr. 35/1992.

Einige Rundfunkberichte seit 1983.

Sendeberichte im Fernsehen (SWR3 (1991); ZDF (im Programm „Rotschwarzbunt“ 1999).

Sinasi Dikmen

Sinasi Dikmen wurde 1945 in Ladik / Samsun (Türkei) geboren. Er besuchte die Berufsfachschule für Gesundheitswesen, danach war er vier Jahre als Gesundheitsbeamter in der Türkei tätig. Seit 1972 lebt er in Deutschland. Er arbeitete über 15 Jahre als Fachkrankenpfleger auf der chirurgischen Intensivstation der Universitätsklinik Ulm. Nach einigen Auftritten zusammen mit Dieter Hildebrandt – auch mit eigenen Texten – beim Scheibenwischer gründete Sinasi Dikmen gemeinsam mit türkischen Jugendlichen das „Knobi“, das erste türkische Kabarett in der Bundesrepublik Deutschland. Die Programme schrieb Sinasi Dikmen selbst, fünf sind entstanden, „Vorsicht frisch integriert“ und „Putsch in Bonn“, „The Walls“, „Der Beschneider von Ulm“ und „The Best of Knobi-Bonbon“. 1997 gründete er zusammen mit Ayse Aktay in Frankfurt die „Käs-Kabarett-Änderungsschneiderei“ (Programm: http://www.die-käs-com/sinasidikmen/index.html).

Mit seinen vier Bühnenprogrammen („Kleider machen Deutsche“, „Wenn der Türke zweimal klingelt“, „Du sollst nicht türken“, „Mach kein Theater, Türke“) geht er auch auf Tournee. Zudem schreibt er Satiren, Glossen und Artikel für verschiedene Zeitungen und Magazine. Seine Satiren wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt.

Sinasi Dikmen erhielt 1988 den deutschen Kleinkunstpreis, 1991 den Journalistenpreis der IG Metall und 2003 den Kulturpreis „Skyline“ der SPD.

Buchpublikationen

Wir werden das Knoblauchkind schon schaukeln. Berlin: Express Edition 1983.

Der andere Türke. Berlin: Express Edition 1986.

Hurra, ich lebe in Deutschland. Satiren. Mit einem Vorwort von Dieter Hildebrandt. München: Serie Piper 1995, 1996.

Sekundärliteratur

Ackermann, Irmgard (1997): Deutsche verfremdet gesehen - Die Darstellung des „Anderen“ in der „Ausländerliteratur“. In: Amirsedghi, Nasrin / Bleicher, Thomas (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S. 60-71.

Arens, Hiltrud (2000): ‚Kulturelle Hybridität’ in der deutschen Minoritätenliteratur der achtziger Jahre. Tübingen: Stauffenberg.

Chiellino, Carmine (1988): Die Reise hält an. Ausländische Künstler in der Bundesrepublik. München: Beck´sche Reihe.

Frederking, Monika (1985): Schreiben gegen Vorurteile. Literatur türkischer Migranten in der Bundesrepublik Deutschland. Berlin: Express Edition.

Reeg, Ulrike (1988): Schreiben in der Fremde. Literatur nationaler Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland. Essen: Klartext.

Unterrichtspraktisches Material

Pommerin, Gabriele (1989): Kunst als „Kulturvermittlerin“ und die Bedeutung der „Migranten“-Literatur für die interkulturelle Erziehung. In: Rösch (Red.): Literatur im interkulturellen Kontext. Berlin: TUB-Dokumentation Weiterbildung 20, S. 28-34.

Zielke-Nadkarni, Andrea (1992): Migrantenliteratur im Unterricht. Der Beitrag der Migrantenliteratur zum Kulturdialog zwischen deutschen und ausländischen Schülern. Hamburg: Kovac.

Zielke-Nadkarni, Andrea (1993): Satiren der Migrantenliteratur im Deutschunterricht. In: Der Deutschunterricht, 45 (5), S. 74-88.

Zoran Drvenkar

Zoran Drvenkar wurde 1967 in Križevci, Jugoslawien, geboren und zog mit seinen Eltern 1970 nach Berlin, wo er aufwuchs. 1991-94 wohnte er zeitweise in Holland. Heute lebt er in Berlin und Vehlin.

Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller und erhielt mehrere Literaturstipendien für seine Romane, Gedichte und Kurzgeschichten. „Niemand so stark wie wir“ wurde mit dem Oldenburger Jugendbuchpreis ausgezeichnet. „Im Regen stehen“ wurde für den Jugendliteraturpreis 2001 nominiert. Er erhielt zudem den Kinderbuchpreis des Landes NRW (2002) und den Kinder- und Jugendbuchpreis „Martin“ (2003). Sein Bilderbuch „Du schon wieder“ wurde für den Jugendliteraturpreis 2004 nominiert. Für die Übersetzung von „Fuchs“ erhielt er 2004 den deutschen Jugendliteraturpreis. 2005 bekam er den deutschen Kinder- und Jugendbuchpreis für das unter dem Pseudonym Victor Caspak & Yves Lanois veröffentlichte Buch „Die Kurzhosengang“.

Buchpublikationen

Niemand so stark wie wir. Reinbek: Rowohlt- Rotfuchs 1998, 2001.

Der Bruder. Reinbek: Rowohlt- Rotfuchs 1999, 2001.

Im Regen stehen. Reinbek: Rowohlt- Rotfuchs 2000, 2002. Hamburg: Carlsen 2001.

Eddies Lügengeschichte. Hamburg: Oetinger 2000.

Der Winter der Kinder. Hamburg: Oetinger 2000.

toach the flame. Hamburg: Carlsen 2001.

Der einzige Vogel, der die Kälte nicht fürchtet. Hamburg: Carlsen 2001 (mit Martin Baltscheit).

Sag mir was du siehst. Hamburg: Carlsen 2002.

Cengiz und Locke. Hamburg: Carlsen 2002.

Du schon wieder. Bilderbuch. Illustrationen: Ole Könnecke. Hamburg: Carlsen 2003.

Du bist zu schnell. Stuttgart: Klett-Cotta 2003.

Eddie im Finale. Hamburg: Oettinger 2004.

Die Kurzhosengang (veröffentlicht unter dem Pseudonym Victor Caspak & Yves Lanois).

Die Nacht, in der meine Schwester den Weihnachtsmann entführte. Acht unglaubliche Geschichten zum Heiligen Abend. Hamburg: Carlsen 2005.

was geht wenn du bleibst. Gedichte. Hamburg: Carlsen 2005.

Yugoslavian Gigolo. Roman. Stuttgart: Klett 2005.

Wenn die Kugel zur Sonne wird. München: Altberliner Verlag 2006.

Ismet Elçi

Ismet Elçi ist 1964 in der Türkei geboren und 1979 nach Deutschland gekommen. Er erhielt 1993 den Chamisso-Förderpreis.

Buchpublikationen:

Sinan ohne Land. Berlin: C.Zerling 1988 (verfilmt vom ZDF).

Memo benim Babam. Berlin: 1988.

Gesetz des Schweigens. Berlin: C. Zerling 1990.

Cemile oder das Märchen von der Hoffnung. Berlin: C. Zerling 1991.

Die verwundeten Kinder des Zarathustra. Eine Odyssee zwischen Wirklichkeit und Alptraum. Berlin: Edition Aglaster 1997.

Filme:

Kismet, Kismet 1986.

Das lezte Rendevous. Kurzfilm. 1986.

Dügün - Die Heirat. 1990/91.

Cemile oder das Märchen von der Hoffnung. 1995.

Filmmanuskript „Kreuzberg – Anatolien“ 2001.

Osman Engin

Osman Engin wurde 1960 nahe Izmir (Türkei) geboren, 1973 kam er nach Deutschland, 1976 zog er nach Bremen, wo er seitdem lebt. Er studierte Sozialpädagogik und schloss sein Studium 1989 mit dem Diplom ab. Von 1983 bis 2003 veröffentlichte er monatlich eine Satire in der Stadtillustrierten BREMER. Unter anderem in der TAGESZEITUNG, der Frankfurter Rundschau und der TITANIC sind seine Satiren zu finden. Seit 2003 schreibt Osman Engin für die Magazine „bremen4n“ und „Oxmox“ (Hamburg). Außerdem hat er seit 2002 im Morgenprogramm des WDR eine wöchentliche Rubrik unter „Alltag im Osmanischen Reich“. Mehrere seiner Satiren wurden auch zu Theaterstücken umgeschrieben und aufgeführt.

Homepage: http://www.osmanengin.de/

Buchpublikationen

Der Deutschling. Berlin: Express 1985.

Alle Dackel umsonst gebissen. Berlin: Express 1987

Der Deutschling. Alle Dackel umsonst gebissen. Reinbek: Rowohlt 1994.

Der Sperrmüll-Efendi. Reinbek: Rowohlt 1991.

Alles getürkt. Neue Geschichten zum Lachen. Reinbek: Rowohlt 1992.

Dütschlünd, Dütschlünd übür üllüs. Illustrationen von Til Mette. Berlin: Dietz 1994.

Kanaken-Ghandi. Berlin: Elefantenpress 1998, München: Deutscher Taschenbuchverlag 2001..

El Aman. El Aman. En Yaman Alaman. Berlin: Das arabische Buch 1999.

Oberkanakengeil. Berlin: Elefantenpress 2001.

Alltag im Osmanischen Reich.

GötterRatte. Roman. München: Deutscher Taschenbuchverlag 2004 .

DonOsman. München: Deutscher Taschenbuchverlag 2004.

West-östliches Sofa. München: Deutscher Taschenbuchverlag 2006 (Juli).

Getürkte Weihnachten. München: Deutscher Taschenbuchverlag 2006 (Oktober).

Unterrichtspraktisches Material

Zielke-Nadkarni, Andrea (1992): Migrantenliteratur im Unterricht. Der Beitrag der Migrantenliteratur zum Kulturdialog zwischen deutschen und ausländischen Schülern. Hamburg: Kovac.

Zielke-Nadkarni, Andrea (1993): Satiren der Migrantenliteratur im Deutschunterricht. In: Der Deutschunterricht, 45 (5), S. 74-88.

Mahmood Falaki

Mahmood Falaki wurde 1951 in einem Dorf am Kaspischen Meer im Nordiran geboren. Schon mit 15 Jahren arbeitete er als Korrespondent für eine Kulturzeitschrift und studierte dann in Teheran und Ahwas. Aufgrund der Veröffentlichung seiner Arbeiten, Gedichte und Kurzerzählungen in verschiedenen Untergrundzeitungen wurde er in der Schah-Zeit zu drei Jahren Haft verurteilt, nach der Februar-Revolution und seiner Entlassung 1979 konnte er seinen ersten Gedichtband „Sichel über dem Weizen“ veröffentlichen. Er wurde jedoch bald von der Mullah-Regierung verfolgt und emigrierte 1983 nach Deutschland, wo er seit 1986 in Hamburg lebt. Mahmood Falaki veröffentlichte Prosa, Lyrik und Literaturkritik (nur zum Teil auf Deutsch erschienen) und arbeitet zurzeit an seinem neuen Roman „Auf der Suche nach dem Schatten“. Er ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS).

Buchpublikationen

Sichel über dem Weizen. Iran 1979.

Der Mensch – Ein unverwirklichter Wunsch / Ensan-Aresuje Barnajamade. Gedichte. Meerbusch: Orient Buch 1987.

Flug im Schacht. Roman. 1987.

Verirrt. Erzählungen. Aus dem Persischen von Parand, Kaweh. Hannover: Internationales Kulturwerk 1992.

Lautloses Flüstern. Deutsch-Persisch. Aus dem Persischen unter Mitarbeit des Autors von Ute Seifert und Dietrich Lange. Hannover: Internationales Kulturwerk 1995.

Schatten. Roman. Schaffhausen: Sujet-Verlag 2003.

Sekundärliteratur

Mohid, Madjid (1994): Lyrik der Zeit. In: Stimme, o.J. (72).

Mohid, Madjid (1994): Migrantenliteratur ohne Nostalgie. In: Stimme, o.Jg. (73).

Sherko Fatah

Sherko Fatah sagt von sich selbst: „Ich wurde 1964 in Ost-Berlin geboren. Mein Vater ist irakischer Kurde, meine Mutter Deutsche. Ich bin in der DDR nur so lange zur Schule gegangen, dass ich in den Genuss von einem Jahr Russisch-Unterricht (fruchtlos) und des roten Halstuchs der Thälmann-Pioniere kam (hat mir damals etwas bedeutet). Seiner Staatsangehörigkeit wegen durfte mein Vater mit seiner Familie ausreisen, daher war es uns auch von der DDR aus möglich, für längere Zeit in sein Heimatland zu reisen. 1975 siedelten wir mit einer Zwischenstation in Wien nach West-Berlin über. Glücklicherweise, denn später verlegte ich mich auf die Geisteswissenschaften, studierte Philosophie und Kunstgeschichte (fruchtbar, aber ertragsarm), schloss ab mit einer Arbeit zur Philosophischen Hermeneutik. Die Literatur beschäftigt mich schon lange, Im Grenzland aber ist recht eigentlich mein erster Roman. Über die längeren Aufenthalte in der Kindheit (mit offiziell genehmigtem Privatunterricht durch meine Mutter) hinaus bin ich später noch öfter in dieses Nicht-Reiseland gefahren, auch in andere Ecken der Welt, aber da war ich ein Tourist wie jeder. Wie ich es sehe, gibt es eine Menge guter Geschichten, die uns vor lauter Lifestyle aus dem Blickfeld rutschen, man sollte versuchen, ein paar davon zu erzählen.“

Sherko Fatah erhielt 2001 den „aspekte“- Literaturpreis.

Buchpublikationen

Im Grenzland. Roman. Salzburg und Wien: Jung und Jung 2001.

Donnie. Roman. Salzburg und Wien: Jung und Jung 2002.

Onkelchen. Roman. Salzburg und Wien: Jung und Jung 2004.

Anatol Feid

Der inzwischen verstorbene Anatol Feid wurde 1942 wurde in Womditt / Ostpreußen geboren. Nach seinem Abitur trat er in den Dominikanerorden ein und studierte Philosophie und Theologie. 1969 wurde er zum Priester geweiht und befasste sich seither mit Jugendarbeit. So war er seit 1975 Mitarbeiter im Bethanien – Kinderdorf Marienhöhe und Kontaktperson für Drogenabhängige im Frankfurter Bahnhofsviertel. Durch mehrere Reisen nach Chile knüpfte er Kontakte zur Menschenrechtsorganisation des Erzbistums Santiago / Chile, mit dem er seit 1976 eng zusammenarbeitete.

Für seine Bücher erhielt er mehrere Auszeichnungen: Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für „Dein Vater ist ein Verräter“ (1981), Gustav-Heinemann Friedenspreis und den Katholischen Kinderbuchpreis für „Keine Angst Maria“ (1985), Die silberne Feder und den Jugendbuchpreis u.a. für „Im Namen des Volkes. Das Urteil steht noch aus. Jugendliche vor Gericht“ (1989) und den Preis der Leseratten für „Achmed im Bahnhofsviertel“ (1989).

Buchpublikationen

Plaza de Armas 444. 1979.

Dein Vater ist ein Verräter. 1981.

Frohe Botschaft für die Gefangenen. Leben und Werk des Dominikaners Jean-Joseph Lataste. Mit Florian Floher. Mainz: M.Grünewald 1982.

Plaza de Armas 444. Chiles Kirche für Menschenrechte 1983.

Achmed im Bahnhofsviertel. Mainz: Grünewald 1984, Reinbek: Rowohlt 1989.

Chilenischer September. Roman. Braunschweig: Weltkreis 1985.

Keine Angst Maria. Berlin: Elefanten Press 1985, Reinbek: Rowohlt 1987.

Gekauftes Glück. Köln: Weltkreis 1986.

Im Namen des Volkes. Das Urteil steht noch aus. Jugendliche vor Gericht. Düsseldorf: patmos 1987 & 1988, Reinbek: Rowohlt 1989.

Morgen bin ich vielleicht tot. Erfahrungsberichte aus der Drogenszene. Köln: Weltkreis 1988.

Tote schweigen besser. Krimi. Dortmund: Grafit 1988, 1991.

Hinter der Fassade. Stationen eines Abstiegs. Düsseldorf: Patmos 1988, 1996, Reinbek: Rowohlt 1992.

Lauf nicht weg, Christina. Erzählung. Reinbek: Rowohlt 1990.

Die Spur des Fixers. Düsseldorf: patmos 1990 & 1992, Weinheim: Anrich 1993.

Feid Anatol / Scheiblich, Wolfgang: Wenn du zurückschaust wirst du sterben. Protokoll einer Phase im Kampf gegen das Heroin. Grünewald Matthias 1986, 2. Auflage.

Feid, Anatol / Wegner, Natascha: Trotzdem hab ich meine Träume. Die Geschichte von einer, die leben will. Reinbek: Rowohlt 1990.

Alles Lüge. Berlin: Elefanten Press 1991 & 1992, Würzburg: Arena 1996, 4. Auflage.

Hinter der Fassade. Reibek: Rowohlt 1996.

Feid, Anatol / Wegner, Natascha: Sterben kannst Du immer noch. Düsseldorf: Patmos 1993, 1996.

Nacht eines Priesters. Düsseldorf: Patmos 1993, 1996.

Die Krankheit des Prälaten Neuffer. Psychogramm eines Priesters. Düsseldorf: Patmos 2003 (postum).

Unterrichtspraktisches Material

Deutsche Lesegesellschaft e.V. (Hg.) (1986): Jugendbücher zum Thema Ausländer. Primarstufe / Sekundarstufe. Mainz: Deutsche Lesegesellschaft e.V.

Ota Filip

Ota Filip wurde 1930 in Mährisch-Ostrau (Tschechoslowakei) geboren. Er war 1949-1960 Redakteur und Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Rundfunkanstalten. Zudem absolvierte er ein Fernstudium der Journalistik an der Universität in Prag. Zwischen 1960 und 1968 war Ota Filip mehrfach in Haft oder in Arbeitslagern, verdiente sich als Hilfsarbeiter, veröffentlichte weiter unter Pseudonym Artikel und Hörspiele und begann Romane zu schreiben. 1968/69 wurde er Verlagslektor, ein Jahr später jedoch wieder wegen „Unterwühlung von Staat und Gesellschaft“ zu 15 Monaten Haft verurteilt. Danach war er als Möbelmonteur, Lastwagenfahrer und Bauarbeiter tätig. 1974 wurde er ausgebürgert und lebt seitdem als freier Schriftsteller in München. 1986 erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Preis, 1987 den Literaturpreis Otrava, 1991 den Andreas-Gryphius-Preis und die Löwenpfote. Seit 1998 schreibt Ota Filip auf Deutsch. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste und des deutschen PEN (Darmstadt), sowie des Tschechischen Schriftstellerverbandes.

Buchpublikationen

Das Café an der Straße zum Friedhof. Roman. Frankfurt/M: Fischer 1968.

Ein Narr für jede Stadt. Aus dem Tschechischen von Marianne Pasetti-Swoboda. Frankfurt/M: Fischer 1969.

Die Himmelfahrt des Lojzek Lapácek aus Schlesisch Ostrau. Roman. Aus dem Tschechischen von Josefine Spitzer. Frankfurt/M: Fischer 1973.

Zweikämpfe. Roman. Aus dem Tschechischen von Josefine Spitzer. Frankfurt/M: Fischer 1975.

Maiandacht. Roman. Aus dem Tschechischen von Marianne Pasetti-Swoboda. Frankfurt/M: Fischer 1977.

Wallenstein und Lukretia. Roman. Aus dem Tschechischen von Marianne Pasetti-Swoboda. Frankfurt/M: Fischer 1978.

Großvater und die Kanone. Roman. Frankfurt/M: Fischer 1981.

Schweijk heute. Politischer Witz in Prag. Mit Ivan Steiger. München: Universitas 1982.

Tomatendiebe in Aserbaidschan. Satiren. Frankfurt/M.: Fischer TB 1987.

Die Sehnsucht nach Procida. Roman. Frankfurt/M: Fischer 1988 & 1992.

Café Slavia. Roman. Frankfurt/M: Fischer 1988, München: Herbig 2001.

Die stillen Toten unterm Klee. Wiedersehen mit Böhmen. München: Langen-Müller 1992 & 1997.

Mein Prag. Mit Illustrationen v. M. Schilhansl. Dortmund: Harenberg 1992.

... doch die Märchen sprechen deutsch. München: Langen-Müller 1996.

Der siebente Lebenslauf. München: Herbig 2001.

Der siebente Lebenslauf. München: Langen-Müller (Cassette) 2001.

Der siebente Lebenslauf. Hörbuch. Verlag Hör 2004.

Das andere Weihnachten. Mährische Geschichten. München: Langen-Müller 2004.

Das Russenhaus. Roman um Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. München: Langen-Müller 2005.

Sekundärliteratur

Kliems, Alfrun (2002): Im Stummland. Zum Exilwerk Libuse Monikova, Jiri Grusa, Ota Filip. Frankfurt: Lang.

 

Dante Andrea Franzetti

Dante Andrea Franzetti wurde 1959 in Zürich geboren. Er wuchs zweisprachig auf und studierte Germanistik, italienische Literatur und Soziologie. Er arbeitete erst als Gymnasiallehrer, dann als Radiomitarbeiter. Heute ist er als Journalist tätig. Er lebt in der Nähe von Rom. Seine Erzählung „Der Großvater“ (1985) wurde mehrfach ausgezeichnet, so z.B. mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, und ins Französische übersetzt. Für seinen ersten Roman „Cosimo und Hamlet“ (1987) erhielt er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt das Ernst-Willner-Stipendium und ein Jahr später den Förderpreis des Marburger Literaturpreises. 1994 erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Buchpublikationen

Der Großvater. Erzählung. Zürich: Nagel & Kimche 1985, München: Piper 1987.

Cosimo und Hamlet. Roman. Zürich: Nagel & Kimche 1987, München: Piper 1991.

Die Versammlung der Engel im Hotel Excelsior. Roman. Zürich: Nagel & Kimche 1990, München: Piper 1991.

Das Funkhaus. Roman. München: Piper 1993.

Das Erschlagen von Stechmücken. Mit Gerhard Amanshauser.Zürich: Rio Verlag 1993.

Die Sardinennacht. Zwanzig harte Schnitte aus dem Zeitalter Berlusconi. Zürich: Elster 1996.

Gegen-Sätze. Ein Lesebuch. Mit Gerhard Amanshauser, Christoph Wilhelm Aigner, Karl-Markus-Gauß, Josef Donnenberg. Salzburg: Otto Müller 1993.

Liebeslügen. Zürich: Nagel & Kimche 1996, München: Heyne 1988.

Curriculum eines Grabräubers. Erzählungen. Zürich: Nagel & Kimche 2000.

Passion. Journal für Liliane. Innsbruck: Haymon Verlag 2006.

Sekundärliteratur

Chiellino, Carmine (1989): Die zweite Generation auf der Suche nach ihrer Geschichte. In: Rösch, Heidi (Red.): Literatur im interkulturellen Kontext. Berlin: TUB-Dokumentation Weiterbildung 20, S. 70-83.

Zsuzsanna Gahse

Zsuzsanna Gahse (geb. Vajda) wurde 1946 in Budapest geboren. Sie verließ 1956 Ungarn. Nach der Gymnasialzeit in Kassel und Wien lebte sie in Stuttgart. Bereits 1969 veröffentlichte sie ihre ersten Arbeiten. 1983 erhielt sie ein Stipendium der Kunststiftung Württemberg. Sie arbeitete als Journalistin für die ZEIT, die Stuttgarter Zeitung und den Süddeutschen Rundfunk. 1984 erhielt sie für ihre Erzählung „Berganza“ den Aspekte Literaturpreis des ZDF und zwei Jahre später den Literatur-Förderpreis der Gemeinschaft der Künstler und Kunstfreunde. Sie erhielt außerdem den Stuttgarter Literaturpreis, den Literaturpreis der Stadt Zug und der Stadt Wiesbaden, sowie den Tibor Déry Preis. 1989 bis 1993 war Gahse Lehrbeauftragte der Universität Tübingen. 1996 hatte sie die Bamberger Poetikprofessur inne. Die Autorin und Übersetzerin lebt seit 1998 in der Schweiz und ist Mitglied des deutschen und schweizerischen PEN.

Buchpublikationen

Zero. Prosa. München: List 1983.

Berganza. Erzählung. München: List 1984 & Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1999.

Abendgesellschaft. München: List 1986.

Liedrige Stücke. Warmbronn: 1987.

Stadt, Land, Fluss. München: List 1988.

Einfach eben Edenkoben. Passagen. Bugrim: Wieser 1990

Hundertundein Stilleben. Prosa. Bugrim: Wieser 1991.

Nachtarbeit. Keicher 1991.

Übersetzt: Eine Entzweiung. Text und Porträt. Berlin: Aufbau 1992.

Essig und Öl. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1992, 1999.

Laune. Stuttgart: 1993.

Leidlos. Text zu einem Oratorium von Prof. Axel Ruoff der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen: 1993.

Passepartout. Prosa. Bugrim: Wieser 1994 & Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1999.

Kellnerroman. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1996.

Wie geht es dem Text: Bamberger Vorlesungen. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1997.

Nicht ist wie oder Rosa kehrt nicht zurück. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1999.

Wörter, Wörter, Wörter! Mit Stefana Sabin und Valentin Braitenberg. Göttingen: Wallstein 1999.

Carlgary. Warmbronn: 1999.

Kaktus haben. Performance zusammen mit Christoph Rütimann. Alpanach Dorf: Edition Nyffeler und Wallimann 2000.

Barin Italia 1987-1998. Zusammen mit Monika Kiss Horvath und Viana Conti. Scalo 2000.

durch und durch. Müllheim/Thur in drei Kapiteln. GVA Vertriebsgemeinschaft. Edition Korrespondenzen 2004. (Ausgezeichnet mit dem Bodensee-Literaturpreis 2004).

Blicken. Ein Projekt von Nikolaus Lenherr. Zusammen mit Klaus Merz. GVA Vertriebsgemeinschaft. Wallimann 2004.

Instabile Texte. Zu zweit. GVA Vertriebsgemeinschaft. Edition Korrespondenzen 2005.

die horen. Bnd. 218. Im übersetzten Sinn. Vom literarischen Übersetzen. Zusammengestellt von Zsuzsanna Gahse. Wirtschaftsverlag NW 2005.

Sekundärliteratur

Killy, Walter (Hg.) (1989): Literaturlexikon: Autoren und Werke deutscher Sprache. Gütersloh u.a.: Bertelsmann. Band 4.

Wulf Segebrecht (Hg.) (1996): Auskünfte von und über Zsuzsanna Gahse. Bamberg.

Frühe Rezensionen: Fachdienst Germanistik Nr.5/1985, Nr.12/1988, Nr.5/1984.

Costas Gianacacos

Costas Gianacacos wurde 1956 in Ropoto, Griechenland geboren und lebt seit 1974 in Deutschland. Er studierte Kommunikationswissenschaften und Neue deutsche Literatur in München, wo er noch heute lebt. Er ist Leiter des griechischen Hauses Westend in München, seit 1998 Vorsitzender der Vereinigung griechischer Schriftsteller in der BRD, Gründungs- und Redaktionsmitglied der Literaturzeitung „Sirene“ und Herasugeber der Anthologie „Deutschland deine Griechen“ (Köln: Romiosini 1998).

Buchpublikationen:

Frühe Dämmerung. Gedichte. Köln: Romiosini 1989.

Ohne Gegenwart – weiß. Gedichte. München: Babel 1997.

Deutschland, deine Griechen – eine Anthologie (Griech.-Dtsch). Köln: Romiosini 1998.

Traum in meinem Traum. Gedichte. Köln: Romiosini 2000.

Liebesgedichte. Köln: Romiosini 2000.

Das Licht berühren. Köln: Romiosini 2003.

Jirí Gruša

Jiri Gruša wurde 1938 im böhmischen Pardubice/ Tschechien geboren. Er studierte Philosophie und Geschichte in Prag, promovierte 1962 und beendete 1969 aufgrund eines Schreibverbots nach der Teilveröffentlichung seines Romanes Mimner seine Tätigkeit als Redakteur. Er gründete in den 60er Jahren mehrere Literaturzeitschriften, die bald wieder verboten wurden und war Mitbegründer des Untergrund-Verlages Edice petlice und Mitunterzeichner der Charta 77. Als sein Roman „Der 16. Fragebogen“ erschien, wurde er 1978 inhaftiert, aber auf Intervention von Heinrich Böll nach zwei Monaten wieder freigelassen. 1980 reiste Jirí Gruša in die USA aus. Nach seiner Ausbürgerung 1981 lebte er in Deutschland, zunächst als freier Schriftsteller. 1990 wurde er zum Botschafter der CSFR in Bonn ernannt, 1993 zum tschechischen Botschafter. Vier Jahre später war er Minister für Bildung, Kultur und Jugend. Seit 1998 ist Jirí Gruša tschechischer Botschafter in Österreich. 2003 wurde er zum Präsidenten des internationalen PEN ernannt. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Kunstakademie Hamburg.

1996 erhielt er den Andreas-Gryphius-Preis, 1997 die Ehrengabe zum Chamisso-Preis, 1998 den internationalen Brücke-Preis und den Inter-Nationes-Kulturpreis, 1999 die Goethe Medaille, 2002 den Jaroslav Seifert Preis. Jirí Gruša schreibt deutsch und tschechisch.

Buchpublikationen

Svetla lhuta. (Die helle Frist.) Gedichte. Prag: 1964.

Cviceni muceni (Lernen-Leiden). Gedichte, Prag: 1969.

Kudlaskovy prihody (Kudlaseks Abenteuer). Kinderbuch. Prag: 1969.

Mimner. Roman. Prag: 1972.

Modlitba k Janince (Gebet an Janinka). Gedichte. Prag: 1972.

Damsky gambit (Damengambit). Novelle. Prag: 1974.

Der 16. Fragebogen. Roman. Deutsch von Marianne Pasetti-Swoboda. Luzern: Reich 1979, Berlin: Ullstein 1991.

Stunde namens Hoffnung. Almanach tschechischer Literatur. Frankfurt: Fischer 1978.

Slovnik ceskych spisovatelu 1948-1978 (Lexikon der tschechischen Schriftsteller). Initiator und Mitherausgeber. Prag: 1980.

Samisdat. Toronto 1982, Prag 1990.

Doktor Koteš Mistr panny aneb Ackermann aus Böhmen. Roman. 1980.

Franz Kafka aus Prag, Frankfurt: S.Fischer 1983.

Janinka. Roman. Redaktion Liselotte Julius. Köln: Bund 1984.

Mimner oder Das Tier der Trauer. Köln: Bund Verlag 1986.

Der Babylonwald. Gedichte. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt 1988.

Prager Frühling, Prager Herbst. Mit Tomas Kosta. Köln: Bund 1988.

Prag – einst Stadt der Tschechen, Deutschen und Juden. Mitautor. München: Langen 1992.

Wandersteine. Gedichte. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt 1994.

Gebrauchsanweisung für Tschechien. München: Piper 1998.

Das Gesicht, der Schriftsteller, der Fall. Dresdner Poetikdozentur. Dresden: Thelmen Universitätsverlag 1999.

Glücklich heimatlos. Stuttgart: Hohemheim Verlag 2002.

Als ich ein Feuilleton versprach. Handbuch des Dissens und Präsens - Essays, Überlegungen und Interviews der Jahre 1964 - 2004. Hrsg. von Michael Stavaric. Wien: Czernin 2004.

Die Macht der Mächtigen oder Die Macht der Machtlosen. Zusammen mit Vaclav Havel. Tschech.-Dtsch. Klagenfurt: Wieser 2006.

Sekundärliteratur

Klims, Alfrun (2003): Im Stummland. Zum Exilwerk von Libuše Moníková, Jiri Grusa und Ota Filip. Frankfurt/M.: Peter Lang.

Krolop, Kurt (1996): Die deutschen Gedichte des tschechischen Böhmen Jirí Gruša. In: Ackermann, I. (Hg): Fremde Augen-Blicke. Mehrkulturelle Literatur in Deutschland. Bonn: InterNationes, S. 111-113.

Aldona Gustas

Aldona Gustas wurde 1932 in Karceviskin / Litauen geboren. Sie lebt seit Kriegsende in West-Berlin. Aldona Gustas ist seit 1957 als Schriftstellerin und seit 1970 auch als Malerin und Grafikerin tätig. 1972 gründete sie die Gruppe „Berliner Malerpoeten“, der u.a. Günter Grass, Christoph Mekkel und Wolfdietrich Schnurre angehörten. Ihre Bücher wurden ins Litauische, Polnische und Italienische übersetzt. Neben ihren eigenen Büchern hat sie an mehr als zwanzig Anthologien mitgearbeitet und „Erotische Gedichte von Frauen“ (dtv 1985) und von Männern (dtv 1987) herausgegeben.

Sie erhielt 1997 die Rahel Varnhagen von Euse Medaille und 1999 das Bundesverdienstkreuz.

Buchpublikationen

Nachtstraßen. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1962.

Grasdeuter. 1963.

Mikronautenzüge 1964.

Blaue Sträucher. 1967.

Notizen. 1967.

Liebedichtexte. 1968

Worterotik. Gedichte. Fietkau. 1971.

Frankierter Morgenhimmel. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1975.

Puppenruhe. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1977.

Eine Welle, eine Muschel oder Venus persönlich. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1979.

Luftkäfige. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1980.

Sogar den Himmel teilen wir. Gedichte und Bilder. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1981.

Sekundenresidenzen. Gedichte. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1989.

Zeichnungen und Zeilen. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1990.

Querschnitt. Gesammelte Gedichte 1962-1992. Düsseldorf: Eremiten-Presse 1992.

Symbiosefrauen. Prosa und Zeichnungen (Deutsch / Litauisch). Berlin: Corvinus Presse 1993.

Jetzt. Berlin: Corvinus Presse.

Die Liebe ist eine Herzratte. Berlin: Corvinus Presse.

Sonnenzyklus. Berlin: Corvinus Presse.

Sphinxfrauen. Berlin: Corvinus Presse.

Nashornjagd. Berlin: Corvinus Presse.

Hoffnung auf Meer. Berlin: Corvinus Presse.

Gedichte, Prosa, Zeichnungen / Eilerasciai Prize Piesiniai. Ratzingen: Melina 1997.

Aber mein Herz ist ein Herkules. Hundert Liebesgedichte. Düsseldorf: Eremiten Verlag 1998.

Im Zwiespalt. Zwischen den Kulturen. Prosa und Lyrik aus 21 Ländern. Hrsg. von Elsbeth de Roos, Olav Münzberg, Aldona Gustas, Dieter Straub. Oberbaum 1999.

Asyl im Gedicht. Düsseldorf: Eremiten Verlag 2001/2003.

Sekundärliteratur

Killy, Walter (Hg.) (1989): Literaturlexikon: Autoren und Werke deutscher Sprache. Gütersloh u.a.: Bertelsmann. Band 4.

Liersch, H. (Hg.) (2002): Festschrift zum 70. Geburtstag von Aldona Gustas.

Wladimir Kaminer

Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren, absolvierte eine Ausbildung als Toningenieur und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit Frau und 2 Kindern in Berlin. Er publiziert regelmäßig in verschiedenen Medien (Artikel und Kolummnen für regionale und überregionale Zeitungen und Zeitschriften), hat eine wöchentliche Sendung namens „Wladimirs Welt“ bei Radio Mulitkulti, veranstaltet und hält Lesungen und organisiert im „Kaffee Burger“ Veranstaltungen wie die „Russendisko“.

Buchpublikationen

Militärmusik. Roman. Goldmann Manhattan 2001/2003 (+CD BMG 2001).

Hrsg. v. Frische Goldjungs. Storysammlung. Goldmann Manhattan 2001.

Schönhauser Allee. Erzählungen. Goldmann Manhattan 2001 (+CD RHA 2002).

Russendisko. Erzählungen. München: Goldmann Manhatten 2000 (+CD BMG 2000).

Die Reise nach Trulala. Erzählungen. Goldmann Manhattan 2002 (+CD RHA 2002).

Helden des Alltags. Goldmann Manhattan 2002 (+CD RHA 2003).

Best of Live. 2 CDs. Random Haus Audio 2003.

Mein deutsches Dschungelbuch. Erzählungen. Goldmann Manhattan 2003 (+CD RHA).

Karaoke. Goldmann Manhattan 2005. (+CD RHA 2005)

Unveröffentlicht: Wladimir Kaminer live. RHA 2005.

Sonne im Gepäck. Urlaubgeschichten. DHV Der Hörverlag 2005.

Die frühen Jahre. Russendisko; Militärmusik; Schönhauser Allee; Die Reise nach Trulala. RHA 2005.

Ich mache mir Sorgen, Mama. Goldmann Manhattan 2006 (+CD RHA 2006).

Küche totalitär. Das Kochbuch des Sozialismus. Zusammen mit Olga Kaminer. Goldmann Manhattan 2006. (+CD RHA 2006)

Radio Russendisko. Zusammen mit Yuriy Gurzhy. RHA 2006.

Kostas Karaoulis

Kostas Karaoulis wurde 1941 in Pahtouri (Pindosgebirge) in Mittelgriechenland geboren und ist in Trikala aufgewachsen. Er ist Schriftsteller, Filmregisseur und schreibt für griechische Zeitungen und Zeitschriften. 1965 war er als Mitarbeiter der Zeitung Avgi kurzzeitig in der Bundesrepublik, von 1967-82 im Saarland und in Berlin und von 1982-85 in Mallia auf Kreta. Seit 1988 lebt er teils in Griechenland und teils in der Bundesrepublik. In Griechenland gibt es von ihm verschiedene Buchveröffentlichungen, in Deutschland ist bisher erst der Polit-Krimi „Die Finsternis“ (1988) erschienen. Zwei weitere Romane, „Die Straße zu den Fabriken“ und „Eine andere Version“, sind noch unveröffentlicht. Zudem sind viele seiner Erzählungen in Anthologien erschienen (z.B. Die aus dem Himmel kamen. In: Kindheitsverluste. Frankfurt: Brandes und Apsel Verlag 1987).

Buchpublikation

Der Deserteur. Novelle. Athen: 1960.

Die Grenzlinie. Erzählungen. Athen: 1965.

Tragische Wiederauferstehung. Roman. Athen: 1980.

Die Finsternis. (Polit-Krimi). Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1988.

Schwarze, ganz schwarze Stadt. 1990.

Vierzehn Ellen groß. Athen: 1997.

Altwerden ist ein köstlich Ding...? Altwerden in der Fremde. Dreiunddreißig Autoren aus neun Ländern von Kostas Karaoulis, Eleni Torossi, Arzu Toker. Köln: Romiosini 2000.

Sekundärliteratur

Boris Blahak (1999): Liebe, Erotik, Sexualität als anthropologische Universalien oder kulturabhängige Prägungen in Erzähltexten von Akif Pirinçci, Renan Demirkan, Emine Sevgi Özdamar, Rafik Schami, Franco Biondi und Kostas Karaoulis. Zulassungsarbeit Regensburg.

Herbert Michel (1992): Odysseus im Wüsten Land. Eine Studie zur literarischen Verarbeitung des Identitätsproblems in der griechischen Migrantenliteratur. Köln: Romiosini.

Adel Karasholi

Adel Karasholi wurde 1936 als Sohn kurdischer Eltern in Damaskus (Syrien) geboren. Er verfasste bereits als 15-jähriger erste Gedichte und gründete 1953 eine Zeitung für Kunst und Literatur, die jedoch verboten wurde. Er arbeitete in einer Druckerei, wurde Kulturredakteur und veröffentlichte seine Gedichte. 1957 wurde er Mitgleid des arabischen Schriftstellerverbandes. Bei dessen Verbot 1959 traf auch ihn die Verfolgung aller Mitglieder. 1961 kam er in die DDR und begann ein Studium an der Theaterhochschule und am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. 1970 promovierte er über Brechts Theater und begann erste Gedichte auf Deutsch zu schreiben. Adel Karasholi übersetzte viele Texte von Bertolt Brecht ins Arabische und veröffentlichte sowohl Sekundärliteratur (1982, Brecht in arabischer Sicht. (Hg.) Brecht-Zentrum der DDR, Berlin. Brecht-Studien 10) als auch selbstverfasste Gedichte in arabischer und deutscher Sprache. Von 1968 bis 1993 war er Lektor an der Universität Leipzig und übersetzte deutsche Lyriker ins Arabische. Seit 1993 ist er als freier Autor tätig. Er erhielt den Kunstpreis der Stadt Leipzig und 1992 den Chamisso-Preis. Adel Karasholi ist Vorsitzender des Leipziger Schriftstellerverbandes.

Buchpublikationen

Wie Seide aus Damaskus. Gedichte. Leipzig & Halle: Mitteldeutscher Verlag 1968.

Umarmung der Meridiane. Gedichte. Leipzig & Halle: Mitteldeutscher Verlag 1978.

Daheim in der Fremde. Gedichte. Leipzig & Halle: Mitteldeutscher Verlag 1984.

Wenn Damaskus nicht wäre. Gedichte. München: A1 1992, 1999.

Also sprach Abdulla. Gedichte. München: A1 1995.

Wie fern ist Palästina? Mit Mahmoud Dabdoub. Gva+Frieden 2003.

Sekundärliteratur

Al-Slaiman, Mustafa (1997): Literatur in Deutschland am Beispiel arabischer Autoren - Zur Übertragung und Vermittlung von Kulturrealien-Bezeichnungen in der Migranten- und Exilliteratur. In: Amirsedghi, Nasrin / Bleicher, Thomas (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S.88-99.

Khalil, Iman (1997): Orient-Okzident-Stereotype im Werk arabischer Autoren. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 77-94.

Unterrichtspraktisches Material

Rösch, Heidi (1995): Interkulturell unterrichten mit Gedichten. Zur Didaktik der Migrationslyrik. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Radek Knapp

Radek Knapp wurde 1964 in Warschau/Polen geboren, lebt seit 1976 in Wien, studierte dort Philosophie und erhielt bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sein Erzählungsband "Franio" wurde 1994 mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet.

 

Buchpublikationen:

Ein Bericht. Erzählungen. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1989.

Franio. Erzählungen. Deuticke 1994; Reinbek: Rowohlt 1996. München: Piper 2000.

Rom. Eine literarische Einladung. Berlin: Wagenbach 1996, 1999.

Papiertiger. Eine Geschichte in fünf Episoden. München: Piper 2003, 2004.

Herrn Kukas Empfehlungen. München: Piper 1999, 2001, 2006. Hamburg: Gruner & Jahr Brigitte Edition, 2006.

Gebrauchsanweisung für Polen. München: Piper 2005. (+ CD Eichborn 2005)

Giorgos Krommidas

Giorgos Krommidas wurde 1936 in Kavalla geboren. 1961 emigrierte er nach Deutschland. Seit 1984 schreibt er Lyrik und Prosa auf Deutsch. Giorgos Krommidas lebt in Bonn.

Buchpublikationen

Tagebuch einer Trennung. Gedichte. Bonn: Edition gelber igel 1986.

Du aber, Lissi, hab´keine Angst. Gedichte. Bonn: Edition gelber igel 1987.

Ithaka. Erzählung. Bonn: die Mücke 1989.

Die Liebe übrigens. Gedichte und Miniaturen. St.Augustin: Avlos 1994.

Der Ölberg. Erzählung. St.Augustin: Avlos 1996.

Ithaka. Roman. St.Augustin: Avlos 2000, 2001.

Die Flügel der Rotkehlchen. Bonner Institut für Migrationsforschung: 2001.

 

Anant Kumar

Anant Kumar wurde 1969 in Kattihar (Bihar, Indien) geboren. Von 1991 bis 1998 studierte er an der Universität Kassel Germanistik, Deutsch als Fremdsprache und Sozialgeographie und schrieb seine Magisterarbeit über Alfred Doeblins "MANAS" . Während seiner Schul- und Studienzeit entstanden etliche Texte in Versform und Kurzprosa. Seit 1992 werden einige dieser Texte regelmäßig in überregionalen Literaturzeitschriften in Deutschland veröffentlicht. Zahlreiche Texte wurden auch in Anthologien publiziert. Anant Kumar schreibt Prosa in deutscher Sprache. "Fremde Frau - Fremder Mann" (Wiesenburg-Verlag) ist sein erster Lyrikband. Anant Kumar ist Mitglied im Verband deutschsprachiger Schriftsteller, in der Interessengemeinschaft deutscher Schriftsteller und im Bundesverband junger Autoren, sowie der Neuen Gesellschaft für Literatur Berlin.

www.anant-kumar.de

Buchpublikationen

Die Inderin. Schweinfurt: Wiesenburg 1999.

Fremde Frau - fremder Mann. Gedichte. Schweinfurt: Wiesenburg 1999.

Kasseler Texte. Gedichte, Kurzgeschichten, Beobachtungen, Glossen, Skizzen, Reflexionen. Schweinfurt: Wiesenburg 2000.

... und ein Stück für Dich. Ein Bilderbuch für Kinder und Erwachsene. Schweinfurt: Wiesenburg 2000.

Die galoppierende Kuhherde. Essays und andere Prosa. Schweinfurt: Wiesenburg 2001.

Die uferlosen Geschichten. Erzählungen. Schweinfurt: Wiesenburg Verlag 2003.

Drei Kilo Hühner. Satiren, Grotesken, Glossen. Leipzig: Fünf-Finger-Verlag 2005.

Zeru. Eine siebentägige Geschichte. Schweinfurt: Wiesenburg Verlag 2006.

Sekundärliteratur

dies. (2001): German Minority Literature. Tongues set free and pointed tongues. IN: International Fiction Review, Vol.28, University of Brunswick, Canada.

Veteto-Conrad, Marilya (1998): Anant Kumar – Kasslerer Texte und Fremde Frau und fremder Mann. IN: World Literature Today. University of Oklahoma.

 

Kemal Kurt

 Kemal Kurt wurde 1947 in Çorlu (Türkei) geboren, studierte in Ankara und Miami.Zwischen 1966 und 1972 studierte er in der Türkei und in den USA. Von 1975 an lebte er in Berlin, 1983 promovierte an der Technischen Universität zum Dr. Ing., war als Mieterberater und in der Jugendarbeit tätig. Seit 1981 war er nebenberuflich, ab 1990 hauptberuflich als Schriftsteller tätig. Er schrieb Erzählungen, Romane, Lyrik, Kinder- und Jugendliteratur, Hörspiele und Drehbücher, gestaltete aber auch Bildbände. Neben zahlreichen Lesereisen konzipierte er Ausstelunngen für seine künstlerischen Fotografien und veröffentlichte in Anthologien Essays und Erzählungen in denen er für die Menschenrechte, mehr Toleranz, die Gleichheit aller Menschen und gegen Rechts eintrat.1991und 2000 erhielt er ein Stipendium der Stiftung Preussische Seehandlung, 1999 ein Aufenthaltsstipendium in der Villa Aurora in Los Angeles. Weitere Schreibaufenthalte in Schottland und Rhodos folgten. 12/1997 wurde er für das Bilderbuch des Monats ausgezeichnet. Er ist 2002 in Berlin gestorben.

Gedenkseite mit zahlreichen Links und Kontakt zu den „Nachlassverwaltern“: http://home.arcor.de/kemal-kurt-archiv/Index.htm

Buchpublikationen

Weil wir Türken sind / Türk oldugumuz için. Fotos und Interviews. Berlin: Express 1981.

Scheingedichte / Siirimsi. Berlin: Express 1986.

Bilder einer Kindheit. Fotos und Erzählungen. Berlin: Express 1986.

Beim nächsten Ton. Gedichte und Bilder. Berlin: Edition Mariannenpress 1988 (zus. mit Güler, Abuzer).

Was ist die Mehrzahl von Heimat? Bilder eines türkisch-deutschen Doppellebens. Reinbek: Rowohlt 1995.

Wenn der Meddah kommt. Illustriert von Ulrike Mühlhoff. Hamburg: Dressler 1995, Stuttgart: Klett 1997.

Sieben Zimmer voller Wunder. Illustriert von Maren Briswalter. Hamburg: Dressler 1996.

Die Kinder vom Mondhügel. Illustriert von Maren Briswalter. Hamburg: Dressler 1997.

Die fünf Finger und der Mond. Hamburg: Dressler Nord-Süd 1997.

Cora die Korsarin. Kinderbuch. Hamburg: Dressler 1998.

Als das Kamel Bademeister war – Keloglan’s lustige Streiche. Berlin: Edition Orient 1998.

Ja, sagt Molly. Roman. Berlin: Hitit 1998.

Menschen.orte. Fotografien und Gedichte. Berlin: Hitit 1999.

Der Chinese von Schöneberg. Berlin: Hitit 2000.

Eine echt verrückte Nacht. Bilder von Karoline Kehr. München: Altberliner 2001.

Yunus. Ein großformatiges Kniebuch. Neue Deutsche Schule Verlag 2001 (als multimediales Gesamtpaket erhältlich).

Die verpatzten Zaubersprüche. Bilder von Wolfgang Slawski. Gossau-Zürich Hamburg: Nord-Süd 2002.

Die Sonnentrinker. München: Altberliner 2002. (Jugendbuch)

Deutsch-türkischer Elternbrief in 9 fiktiven Geschichten. Tipps zur Kindererziehung. Arbeitskreis Neue Erziehung.

Drehbücher

Auf den Spuren von Lakatosch. Kinderspielfilm. ZDF 1994 30 Min.

Can und Oleg. ZDF 1994 30 Min.

Der Chinese von Schöneberg. ZDF 1992 30 Min.

Heimliche Weihnacht. ZDF 1992 30 Min.

Öffnen sie den Koffer, Herr Özyurt. ZDF 1991 30 Min.

Hörspiele und Rundfunkbeiträge

Cora die Korsarin (Ohrenbär, SFB/WDR/NDR, 7 Folgen zu je 10 Min., 1997).

Als das Kamel Bademeister war (Domino, HR, 44 Min., 3.6.2000).

Hakan und der kleine Bär (Ohrenbär, SFB/WDR/NDR, 4 Folgen zu je 10 Min., 1998).

Die traumhaften Reisen von Paula Pumpernickel und Emily Erdbeer (Ohrenbär, SFB/WDR/MDR/NDR, 7 Folgen zu je 10 Min., 1996).

Das Mädchen, das Rätsel liebte (DeutschlandRadio 1995, 35 Min.).

Reise zum Zauberberg (Lilipuz, WDR, 23 Min., 1995).

Mehr vom Mondhügel (Ohrenbär, SFB/WDR/NDR/MDR, 3 Folgen zu je 10 Min, 1995).

Ein Stadtbummel durch Istanbul (DeutschlandRadio, 56 Min., 1995).

Aziz Nesin – Das schlaflose Gewissen der Türkei (wortSpiel, DeutschlandRadio, 58 Min., 1995).

Die Meinung beim Früh-Stück (SFB 4, vierzehntätig Kommentare, 1994-1998).

Keloğlans Streiche (Ohrenbär, SFB/WDR/MDR/NDR, 7 Folgen zu je 10 Min., 1993).

Vortrag eigener Gedichte (Unterhaltung am Samstag, WDR 1992-93).

Ein Leben in Anatolien (SDR, 25 Min., 1992).

Als das Kamel Ausrufer und der Floh barbier war (Ohrenbär, SFB/WDR/MDR, 7 Folgen zu je 10 Min., 1992).

Die Crux mit der Sprache (Passagen, SFB, 60 Min., 1992).

Fingergeschichten (Ohrenbär, SFB/WDR/Radio Sachsen, 5 Folgen zu je 10 Min., 1991).

Eine Reise von A wie Aitmatow bis Z wie Zuckmayer (Passagen, SFB, 60 Min,m 1991).

Zurück in Aytepe (Passagen, SFB, 60 Min., 1990).

Ein Haus mit sieben Zimmern (Ohrenbär, SFB/WDR, 7 Folgen zu je 10 Min, 1990).

Vom Mondhügel (Ohrenbär, SFB/WDR/HR, 5 Folgen zu je 10 Min., 1989).

Keine Vorkommnisse an der Grenzübergangsstelle (Literatur auf 1, RIAS, 60 Min., 1988).

Der Chinese von Schöneberg (Radio 100, 60 Min., 1988).

Ich kann dir nicht mehr in die Augen schauen (WDR, 20 Min., 1985).

Unterrichtspraktisches Material

Luchtenberg, Sigrid (1989): Zweisprachigkeit und interkultureller Unterricht. Mit Beispielen aus der Migrantenliteratur. In: Interkulturell, 2 (2-3), S. 208-226.

Kunne, Andrea (1989): Gespräch mit W.A.M. In: Deutsche Bücher 19, S. 1-19.

Inge Drews (1997): Wenn der Meddah kommt. Materialien für den Unterricht ab Klasse 5. Stuttgart: Klett.

Sekundärliteratur

Autorenporträt. Domino, HR, 55 Min., 22.10.2000.

(1986): Heel het lichaam een Achillespees. Amsterdam: De Populier.

(1990): Über das Leben im Bitterland. Wien: Harrassowitz.

(1996): Finding a Voice. N.Y.: Peter Lang.

(1998): Kürschners deutscher Literaturkalender. Leipzig: Saur.

(2000): Interkulturelle Literatur in Deutschland. Stuttgart/Weimar: Metzler.

Libuše Moníková

Libuše Moníková wurde 1945 in Prag geboren. Sie studierte Anglistik und Germanistik an der Karlsuniversität in Prag (Promotion über Shakespeare und Brecht: „Bedarf am Krieg“, Prag, 1970). 1971 kam sie in die Bundesrepublik, zunächst war sie Dozentin für Literatur an der Gesamthochschule Kassel, 1977 ging sie an die Universität Bremen und lebt seit 1987 als freie Schriftstellerin in Frankfurt/M. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. 1987 erhielt sie den Alfred-Döblin-Preis (für den Roman „Die Fassade“), 1989 den Franz-Kafka-Preis und 1991 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Die Autorin ist Anfang 1998 in Berlin gestorben.

Buchpublikationen

Eine Schädigung. Roman. Berlin: Rotbuch 1981, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1990. München: Hanser 2003.

Pavane für eine verstorbene Infantin. Berlin: Rotbuch 1983, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1988. München: Hanser 2003.

Die Fassade. Ein kollektiver Schelmenroman. München: Hanser 1987, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1990 & 1997.

Unter Menschenfressern. Dramatisches Menue in vier Gängen. Frankfurt/M: Verlag der Autoren 1990.

Schloss, Aleph und Wunschtorte. Essays. München: Hanser 1990.

Treibeis. Roman. München: Hanser 1992, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1997.

Prager Fenster. Essays. München: Hanser 1994.

Verklärte Nacht. München Hanser 1996.

Der Taumel. München: Hanser 2000.

Verklärte Nacht. München: Deutscher Taschenbuch Verlag. Erscheint voraussichtlich 2007.

Sekundärliteratur

Arens, Hiltrud (2000): ‚Kulturelle Hybridität’ in der deutschen Minoritätenliteratur der achtziger Jahre. Tübingen: Stauffenberg.

Cramer, Sibylle (1991): Lobrede auf Libuše Moníková. In: Akzente, 38, S. 229-231.

Fingerhut, Karlheinz (1995): „Ich taste nach Verhärtung“. Libuše Moníková: Pavane für eine verstorbene Infantin. In: Diskussion Deutsch, 26 (143), S. 236-237.

Killy, Walter (Hg.) (1990): Literaturlexikon: Autoren und Werke deutscher Sprache. Gütersloh u.a.: Bertelsmann. Band 8.

Klims, Alfrun (2003): Im Stummland. Zum Exilwerk von Libuše Moníková, Jiri Grusa und Ota Filip. Frankfurt/M.: Peter Lang.

Kvetoslava Horackova (2002): Dissertation zu Monikova, Universität Brunn.

Krechel, Ursula (1983): Die Flucht in die Literatur. Libuše Moníkovás zweite Erzählung „Pavane für eine verstorbene Invantin. In: Lesezeichen, Zeitschrift für neue Literatur, Herbst, S. 18.

Krumme, Detlev (1987): Ausschluss aus den Zirkeln. Über die ersten beiden Prosatexte von L. M. In: Höllerer, Walter (Hg.): Bausteine zu einer Poetik der Moderne. München.

Mansbrügge, Antje (2002): Autorenkategorie und Gedächtnis. Lektüren zu Libuše Moníková. Würzburg: Königshausen & Neumann.

Schmidt, Delf (Hg.) (1999): Rowohlt Literaturmagazin, H. 44, Reinbek: Rowohlt.

Pfeiferova, Dana (2001): Romany o umeni. K dilu Libus Monikova. In: Tvar 13, Str.1,4.

dies. (2001): Unterwegs zu Kunst und Wirklichkeit. Texty k romanu Libuse Monikove „Treibeis“. In: Petra Fischerbauera (Hg.), Treibeis. Katalog. Krumlov: GAFA Studio.

dies. (2001): Premsyl, Sisyphos und die Eishockey-Heldin. Zum Umgang mit Mythen im Werk von Libus Monikova. In: Vankova, L., Zajicova, P. (Hg.), Aspekte der Textgestaltung. Ostrava, S.455-462.

dies. (2002): Die Grenzgängerin Libuse Monikova- vier Annäherungsversuche. In: Mehnert, E. (Hg.), Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn. Chemnitz, S.188-194.

dies. (2002): Obraz nomada v dile Libuse Monikove. In: Labyrint revue c.11-12, Prag.

dies. (2003): Das Bild der Heimat im Werk von Libuse Monikova. In: Hohmeyer, A., Ruhl, J.S., Wintermeyer, I.: Spurensuche in Sprach- und Gesichtslandschaften. Festschrift für Ernst Ericht Metzner. Münster u.a.:Literaturverlag, S.455-462.

Herta Müller

Herta Müller wurde 1953 in Nitzkydorf-Banat (Kreis Timis) in Rumänien geboren. Deutsch ist ihre Muttersprache. Von 1972 bis 1976 studierte sie Germanistik und Romanistik in Temeswar, danach arbeitete sie bis 1979 als Übersetzerin und in den folgenden vier Jahren als Deutschlehrerin bis sie auf Grund der verweigerten Zusammenarbeit mit der Securitate aus dem Schuldienst entlassen wurde. Seit 1984 lebt sie als freischaffende Schriftstellerin. Nach einem Publikationsverbot siedelte sie 1987 in die Bundesrepublik über, zuerst lebte sie in Paderborn, dann in Berlin und Hamburg. Sie schreibt deutsch, zwei ihrer Bücher sind mittlerweile auch ins Rumänische übersetzt worden. Im Wintersemester 2001 war Herta Müller Poetik-Dozentin der Universität Tübingen.
Literaturpreise: Adam Müller-Guttenbrunn-Preis (1981), Aspekte-Literaturpreis (1984), Ricarda-Huch-Preis (1987), Marie-Luise-Fleißler-Preis (1989), Kranichsteiner Literaturpreis (1991), Kleist-Preis (1994), Europäischer Literaturpreis Aristeion (1995), Impac Dublin Literary Award (1998), Ida-Dehmel-Literaturpreis (1999), Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz (2002), Joseph-Breitenbach-Preis für deutsche Literatur (2003), Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2004).

Buchpublikationen

Drückender Tango. Bukarest: 1984.

Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt. Berlin: Rotbuch 1986 & 1989, Reinbek: Rowohlt 1995, 2006.

Barfüßiger Februar. Berlin: Rotbuch 1987 & 1990.

Niederungen. Berlin: Rotbuch 1988, Reinbek: Rowohlt 1993.

Reisende auf einem Bein. Berlin: Rotbuch 1989 & 1992, Reinbek: Rowohlt 1995.

Wie Wahrnehmung sich erfindet. Berlin: Rotbuch 1990.

Der Teufel sitzt im Spiegel. Berlin: Rotbuch 1991.

Der Fuchs war damals schon Jäger. Roman. Reinbek: Rowohlt 1992, Reinbek: Rowohlt 1994.

Eine warme Kartoffel ist ein warmes Bett. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 1992.

Der Wächter nimmt seinen Kamm. Vom Weggehen und Ausscheren. Reinbek: Rowohlt 1993.

Schloss Elisabethenburg Meiningen. Schnell & Steiner 1993 (Kunstführer).

Angekommen wie nicht da. Lichtenfels: 1994.

Herztier. Roman. Reinbek: Rowohlt 1994 & 1996.

Hunger nach Seide. Essays. Reinbek: Rowohlt 1995, 1996, 1997.

In der Falle. Göttingen: Wallstein 1996.

Heut wär ich mir lieber nicht begegnet. Roman. Reinbek: Rowohlt 1997, 1999.

Der Fremde Blick oder das Leben ist ein Furz in der Laterne. Göttingen: Wallstein 1999.

Im Haarknoten wohnt eine Dame. Reinbek: Rowohlt 2000.

Heimat ist das, was gesprochen wird. Blieskastel: Gollenstein 2001.

Wenn die Katze ein Pferd wäre, könnte man durch die Bäume reiten. Künzelsau 2001.

Die Handtasche. Künzelsau 2001.

Tübinger Poetik Vorlesungen. Konkursbuchverlag 2002.

Der König verneigt sich und tötet. München: Hanser 2003.

Die blassen Herren mit den Mokkatassen. München: Hanser 2005.

Sekundärliteratur

Arnold, Heinz Ludwig (Hg.) (1978): Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Band 6. München: text + kritik.

Bozzi, Paola (2005): Der fremde Blick. Zum Werk Herta Müllers. Würzburg: Königshausen & Neumann.

Kroeger-Groth, Elisabeth (1995): „Der Brunnen ist kein Fenster und kein Spiegel“ oder: wie Wahrnehmung sich erfindet. Ein Gespräch mit Herta Müller. In: Diskussion Deutsch, 26 (143), S. 223-230.

Haines, Brigid (1998): Herta Müller, Cardiff: University of Wales Press.

Eke, Norbert Otto (Hg.) (1991): Die erfundene Wahrnehmung. Paderborn: Igel.

Haupt-Cucuin, Herta (1996): Eine Poesie der Sinne. Herta Müllers Diskurs des Alleinseins und seine Wurzeln. Paderborn: Igel.

Köhnen, Ralph (Hg.) (1997): Der Druck der Erfahrung treibt die Sprache in die Dichtung. Bildlichkeit in Texten Herta Müllers. Frankfurt/M.: Lang.

Predoin, Grazziella (2000): Faszination und Provokation bei Herta Müller. Frankfurt/M.: Lang.

Brodbeck, Nina (2000): Schreckensbilder. Marburg.

Text und Kritik 155 (2002): Herta Müller. München.

Daum, Thomas; Geißler, Karl-Friedrich (2003): Herta Müller. Frankfurt/M.: Brandes und Apsel.

Schau, Astrid (2003): Leben ohne Grund. Konstruktion kultureller Identität bei Werner Söllner, Rolf Bossert, Herta Müller. Bielefeld: Aisthesis.

Wagner, Carmen (2002): Sprache und Identität. Literaturwissenschaftliche und fachdidaktische Aspekte der Prosa von Herta Müller. Oldenburg: Igel.

Unterrichtspraktisches Material

Steets, Angelika (1997): Herta Müller im Unterricht: Schreiben und Lesen - Lesen und Verstehen. In: Belgrad, Jürgen / Fingerhut, Karlheinz (Hg.): Textnahes Lesen. Annäherungen an Literatur im Unterricht. Baltmannsweiler: Schneider, S. 96-109.

Beste, Gisela (1997): Das Problem der Kommunikation in Herta Müllers Erzählung „Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt“. In: Belgrad, Jürgen / Fingerhut, Karlheinz (Hg.): Textnahes Lesen. Annäherungen an Literatur im Unterricht. Baltmannsweiler: Schneider, S. 110-120.

Jusuf Naoum

Jusuf Naoum wurde 1941 in El Mina / Tripoli (Libanon) geboren. Er lebt seit 1964 in Deutschland, wo er zuerst eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe machte und dann als Kellner arbeitete. Nach zweijähriger Arbeitslosigkeit ließ er sich zum Masseur und medizinischen Bademeister umschulen. Bis 1982 war er als Masseur beschäftigt. Seit 1983 lebt er als freier Schriftsteller in Mainz er lebt in der Nähe von Frankfurt (Niedernhausen), ist Mitglied im Vorstand des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS) Hessen und schrieb neben seinen Büchern - in deutscher Sprache - zahlreiche Hörspiele und Märchen für den Rundfunk und Beiträge in Anthologien zum Ausländerthema. Er tritt in der Regel mit den syrischen Musiker und Sänger Fonad Awad auf. Sein aktuelles Programm heißt: Orientexpress. Orientalische Kaffeehausgeschichten und Jazz (mit Limes X).

www.jusuf-naoum.de

Buchpublikationen

Der rote Hahn. Erzählungen des Fischers Sidaoui. Berlin: Olivenbaum 1979, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1989.

Karakus und andere orientalische Märchen. Illustrationen von Barbara Rieder. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1988, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1995.

Karakus. Audiokassette. Frankfurt/M: Brandes & Apsel o.J.

Der Scharfschütze. Erzählungen aus dem libanesischen Bürgerkrieg. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1988.

Kaktusfeigen. Erzählung. Zeichnungen von Barbara Rieder. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1989.

Sand, Steine und Blumen. Gedichte aus 3 Jahrzehnten. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1991.

Die Kaffeehausgeschichten des Abu al Abed. Illustrationen von Barbara Rieder. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1990 & 1993, München: Deutscher Taschenbuchverlag 1993.

Nacht der Phantasie. Der Kaffeehauserzähler Abu al Abed lädt ein. Mit Zeichnungen von Barbara Rieder. Frankfurt/M: Brandes & Apsel 1994.

Das Ultimatum des Bey. Ein Kriminalroman aus dem Vorderen Orient. Wuppertal: Hammer 1995.

Nura. Eine Libanesin in Deutschland. Wuppertal: Hammer 1996.

Al Hakawati. Orientalische Erzählungen von Jusuf Naoum, Musik von Limes X. Stuttgart: Edition Musikat 1997. (CD)

Nacht der Phantasie. Kaffeehausgeschichten. München: Deutscher Taschenbuchverlag 2004.

Rathaus. Erzählung. Frankfurt/M.: Brandes & Apsel 2006.

Hörspiele und Rundfunkbeiträge:

Der rote Hahn. Erzählungen des Fischers Sidaoui. Gedichte/Hörspiel, bearb. von Jusuf Naoum. Berlin: RIAS 1977

So einen Chef mußt du haben. Gedichte. Hörspiel. Berlin: RIAS 1978

Sindbad und der fliegende Teppich. Gedichte. Hörspiel. Baden-Baden: SWF 1980. Frankfurt: HR 1981

Orientalische Märchen. Gedichte. Funkerzählungen. 5 Folgen. München: BR 1981

Kaffeehausgeschichten des Abu al Abed. Gedichte. Funkbearb. 4 Folgen. München: BR 1992

Fünf Gedichte im Funk. Gedichte. Berlin: SFB 1983

Der schwarze Schleier. Gedichte. Funkerzählung (In: Kultur am Vormittag). Frankfurt: HR 1983

Abu al Abed und die Derwische. Gedichte. Funkerzählung (In: Kultur am Vormittag). Frankfurt: HR 1983

Die Kaffeehausgeschichten des Abu El Abed. Zwei Folgen selbst erzählt von J. Naoum. Baden Baden: SWF 1996/97

Die Reise / Der Tod des Jaguar / Die schlafenden Inseln. Drei Erzählungen im Rahmen der Hörfunksendung “1001 Märchen im WDR”. Köln: WDR 1997

Beiträge für das Fernsehen:

Kaffeehausgeschichten des Abu al Abed. Gedichte. In der Serie "Mein Deutschland?" Mainz: ZDF-Sonntags-Matinee 1989.

Sindbad und der fliegende Teppich. Fernsehspiel. Eine Folge der Serie "Karfunkel", Mainz: ZDF Januar 1991.

Porträt des Autors Jusuf Naoum. In der Reihe "Nachbarn" Mainz: ZDF 1993.

Sekundärliteratur

Al-Slaiman, Mustafa (1997): Literatur in Deutschland am Beispiel arabischer Autoren - Zur Übertragung und Vermittlung von Kulturrealien-Bezeichnungen in der Migranten- und Exilliteratur. In: Amirsedghi, Nasrin / Bleicher, Thomas (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S.88-99.

Hamm, Horst (1988): Fremdgegangen - Freigeschrieben. Einführung in die deutschsprachige Gastarbeiterliteratur. Würzburg.

Khalil, Iman O. (1997): Zur Rezeption arabischer Autoren in Deutschland. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 115-132.

Khalil, Iman (1997): Orient-Okzident-Stereotype im Werk arabischer Autoren. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 77-94.

Khalil, Iman O. (1994): Writing Civil War: The Lebanese Experience in Jusuf Naoum’s Short Stories. In: The German Quarterly. Published by the American Assiciation of Teachers of german
Editor: Reinhold Grimm.
Vol. 67, No. 4, Fall 1994, S. 549-560

Zielke, Andrea (1985): Standortbestimmung der „Gastarbeiter-Literatur“ in deutscher Sprache in der bundesdeutschen Literaturszene. Kassel: Gesamthochschul-Bibliothek.

Unterrichtspraktisches Material

Zielke-Nadkarni, Andrea (1992): Migrantenliteratur im Unterricht. Der Beitrag der Migrantenliteratur zum Kulturdialog zwischen deutschen und ausländischen Schülern. Hamburg: Kovac.

José F. A. Oliver

José F.A. Oliver wurde 1961 in Hausach (Schwarzwald) als Kind andalusischer Arbeitsmigranten, die 1960 in die Bundesrepublik eingewandert waren, geboren, wo er auch heute als freier Schriftsteller lebt. Er studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie an der Universität Freiburg, unternahm Reisen nach Spanien und Peru. Schon früh schrieb er Lyrik und Kurzprosa in deutscher und spanischer Sprache und arbeitete bei Auftritten mit verschiedenen Musikern, Bildhauern und Tänzern zusammen. Dadurch sind neben gedruckten auch Audiofassungen publiziert worden.

Seine dichterischen Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet: 1988 erhielt er ein Stipendiat des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und 1989 ein Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. 1994 wurde er vom Berliner Senator für kulturelle Angelegenheiten zu einem mehrmonatigen Aufenthalt ins Literarische Colloquium eingeladen. 1996/97 erhielt er das Stipendium der Kurt-Tucholsky-Stiftung Hamburg und 1997 zusammen mit Güney Dal den Chamisso-Preis für sein bisheriges Gesamtwerk.

Buchpublikationen

Auf-Bruch. Lyrik. Illustrationen: Giorgo Nilo. Berlin: Das Arabische Buch 1987, 1989 & 1997, 4. Auflage.

Auf-Bruch. Lyrik und Musik. Bonn 1987 (zusammen mit Karl-Martin Matt, Saxophon).

Heimat und andere fossile Träume. Lyrik. Illustrationen: Peter Schlack. Berlin: Das arabische Buch 1989 & 1993.

Weil ich dieses Land liebe. Lyrik. Berlin: Das arabische Buch 1991(a).

Vater unser in Lima. Gedichte. Tübingen: heliopolis 1991(b).

Gastling. Gedichte. Illustrationen: Peter Schlack. Berlin: Das arabische Buch 1993.

austernfischer marinero vogelfrau. Liebesgedichte und andere Miniaturen. Berlin: Das arabische Buch 1997(a).

Duende. Meine Ballade in drei Versionen. Die Ballade vom Duende. La balada del Duende. S Duendelied. Gutach: Drey 1997(b)

Lyrik oder Gesang. CD. Stuttgart: Fender 1997(c).

Fernlautnetz. Gedichte. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000.

Nachtrandspuren. Gedichte. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2002.

finnischer wintervorrat. Gedichte. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2005.

Unterschlupf. Gedichte. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2006.

Mein andalusisches Schwarzwalddorf. Frankfurt/M.: Suhrkamp. Erscheint voraussichtlich 2007.

Sekundärliteratur

Chiellino, Carmine (1988): Die Reise hält an. Ausländische Künstler in der Bundesrepublik. München: Beck.

Reeg, Ulrike (1988): Schreiben in der Fremde. Literatur nationaler Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland. Essen: Klartext.

Unterrichtspraktisches Material

Meç, Ilyas (1995): Wider die tribalistische Einfalt: Die zweite Generation. In: Diskussion Deutsch, 26 (143), S. 176-185.

Rösch, Heidi (1995): Interkulturell unterrichten mit Gedichten. Zur Didaktik der Migrationslyrik. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Aras Ören

Aras Ören wurde 1939 in Istanbul geboren. Er war von 1959 bis 1969 als Schauspieler und Dramaturg an verschiedenen Bühnen seiner Heimatstadt angestellt. 1962 Schauspieler an der "Neuen Bühne" in Frankfurt a. M., 1962/63 Militärdienst in Ankara; 1965-1967 Versuche, eine Theatergruppe für die türkischen Arbeiter in der Bundesrepublik und West-Berlin zu gründen; 1967 Heirat mit der Berliner Modegrafikerin Gaby Gallo; 1966-1969 Schauspielarbeit in Istanbul; 1969 Umzug nach West-Berlin; Mitglied der Berliner Künstlervereinigung "Rote Nelke". Seit 1974 arbeitet er als Redakteur, seit 1996 als Leiter in der türkischen Redaktion im Sender Freies Berlin (SFB). Im Winter 1999 war er Poetik-Dozent an der Universität Tübingen.
Für sein poetisches Werk erhielt er 1980 den Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und 1983 die Ehrengabe der Bayrischen Akademie der Schönen Künste. Im Februar 1985 wurde er (zusammen mit Rafik Schami) mit dem damals erstmals vergebenen Adelbert-von-Chamisso-Preis für Literatur in Deutsch als Fremdsprache ausgezeichnet. Er zählt zu den bekanntesten türkischen Autoren in der Bundesrepublik Deutschland. Aras Ören schreibt nach wie vor türkisch, seine ersten in der Emigration entstandenen Texte wurden zunächst nur in deutscher Übersetzung publiziert. Mittlerweile liegen zum Teil auch die türkischen Orginalausgaben vor.

www.arasoeren.de

Buchpublikationen

Terkedilmislerin Aksami. Siir. (Abend der Verlassenen. Gedichte). Istanbul 1960.

Pek Büyük Gözlerim. Siir. (Meine recht großen Augen. Gedichte). Istanbul 1964.

Kör Oidipus. Oyun. (Blinder Ödipus. Theaterstück.) Istanbul 1966, Ankara: Tiyatro Yainlari 1980, Frankfurt/M: Dagyeli 1980.

Disteln für Blumen. Gedichte. Mit Holzschnitten von Kurt Mühlenhaupt. Berlin: Polyphem 1972.

Der Hinterhof, U-Bahn. Erzählungen. Berlin: Rotbuch 1972.

Was will Niyazi in der Naunynstraße. Ein Poem. Ins Deutsche übersetzt von H.A. Schmiede und Johannes Schenk. Berlin: Rotbuch 1973 (Frau Kutzer. Fernsehfilm. Sender Freies Berlin. 1976).

Der kurze Traum Kagithane. Ein Poem. Übersetzt von H.A. Schmiede und Johannes Schenk. Berlin: Rotbuch 1974. (Kazim Akkaya und die Bewohner der Naunynstraße. Fernsehfilm. Sender Freies Berlin 1977.) (Als Hörspiel bearbeitet von Götz Naleppa. Rias Berlin 12.6.1976.)

Privatexil. Gedichte. Übersetzt von Gisela Kraft. Berlin: Rotbuch 1977.

Deutschland, ein türkisches Märchen. Gedichte. Ins Deutsche übersetzt von Gisela Kraft. Düsseldorf: Claassen 1978, Frankfurt/M: Fischer 1982.

Alte Märchen - Neu erzählt. Texte in zwei Sprachen. Ins Deutsche übersetzt von Petra Kappert. Stuttgart: Ararat 1979, Berlin: Ararat 1982.

Die Fremde ist auch ein Haus. Berlin-Poem. Ins Deutsche übersetzt von Gisela Kraft. Berlin: Rotbuch 1980 (Als Hörspiel. Rias Berlin 17.8.1981.)

Berlin Üclemesi. Poem. (Berliner Trilogie.) Istanbul: Remzi Yayinevi 1980.

Mitten in der Odyssee. Gedichte. Übersetzt von Gisela Kraft. Düsseldorf: Claassen 1980, Frankfurt/M: Fischer 1983.

Bitte nix Polizei. Kriminalerzählung. Aus dem Türkischen von Cornelius Bischoff. Düsseldorf: Claassen 1981, Frankfurt/M: Fischer Taschenbuch 1983. (Als Hörspiel bearbeitet von Bärbel Jarchow. Rias Berlin 13.6.1983.)

Der Gastkonsument und andere Erzählungen in fremden Sprachen / Konuk Tüketici ve iki dilde anlatilar. Deutsch-türkische Ausgabe. Übersetzt von Helga Dagyeli-Bohne und Yildirim Dagyeli. Berlin: Rotbuch 1982.

Manege. Erzählung. Aus dem Türkischen von Helga Dagyeli-Bohne und Yildirim Dagyeli. Düsseldorf: Claassen 1983, Frankfurt/M: Fischer 1985.

Ich anders sprechen lernen. Wörter und Bilder. Illustrationen von Wolfgang Nieblich. Berlin: Kreuzberger Hefte 1983.

Widersinnige Sinnsprüche / Hikmetli Aykiri Sözler. Deutsch-türkisch. Radierungen von Ergin Inan. Übersetzt von Petra Kappert. Berlin: Edition Mariannenpress 1984.

Bütün Eserleri. Frankfurt/M: Dagyeli 1985.

Band 1: Manej / Bitte nix Polizei. (Türkische Originalausgabe zu „Manage“ und „Bitte nix Polizei“)
Band 2: Özel Sürgün / Almanya Bir Türk Masali / Odise'nin. Illustrationen von Ömer Yaprakkiran. (Türkische Originalausgabe zu den Gedichtbänden „Privatexil“, „Deutschland, ein türkisches Märchen“ und „Mitten in die Odyssee“).

Gefühllosigkeiten. Reisen von Berlin nach Berlin. Gedichte. Aus dem Türkischen von Helga Dagyeli-Bohne, Yildirim Dagyeli und Yüksel Pazarkaya. 7 Zeichnungen von Utku Varlik. Frankfurt/M: Dagyeli 1985.

Duyarsizliklar. 6 Abbildungen von Utku Varlik. Frankfurt/M: Dagyeli 1985. (Türkische Originalausgabe zu dem Gedichtband „Gefühllosigkeiten“.)

Das Wrack. Second Hand Bilder. Gedichte. Aus dem Türkischen von Helga Dagyeli-Bohne und Yildirim Dagyeli. Frankfurt/M: Dagyeli 1986.

Enkaz. Ikinci Elden Siirler. Illustrationen von Ergin Inan. Frankfurt/M: Dagyeli 1984. (Türkische Originalausgabe zu dem Gedichtband „Das Wrack“.)

Eine verspätete Abrechnung oder Der Aufstieg der Gündogdus. Roman. Auf der Suche nach der Gegenwart I. Aus dem Türkischen von Zafer Senocak und Eva Hund. Frankfurt/M: Dagyeli 1988.

Nilgün ya da Gündogdularin Yükselisi. Illustrationen von Funda Özbek. Frankfurt/M: Dagyeli 1985. (Türkische Originalausgabe zu dem Roman „Eine verspätete Abrechnung“.)

Paradies kaputt. Erzählungen. Die Erzählung „Traum“ wurde von Petra Kappert ins Deutsche übertragen, alle übrigen von Helga Dagyeli-Bohne und Yildirim Dagyeli. München: Deutscher Taschenbuchverlag 1986.

Dazwischen. Gedichte. Aus dem Türkischen von Helga Dagyeli-Bohne und Yildirim Dagyeli. Frankfurt/M: Dagyeli 1987.

Arada. Frankfurt/M: Dagyeli 1987. (Türkische Originalausgabe zu dem Gedichtband „Dazwischen“.)

Verlorene Zärtlichkeit. Erzählungen. Aus dem Türkischen von Helga Dagyeli-Bohne und Yildirim Dagyeli. Frankfurt/M: Dagyeli 1988.

Kaybolan Sefkat. Frankfurt/M: Dagyeli 1988. (Türkische Originalausgabe zu dem Erzählband „Verlorene Zärtlichkeit“.)

Kreuzberg Anlatilari. Frankfurt/M: Dagyeli 1991.

Ören, Aras / Schneider, Peter: Wie die Spree in den Bosporus fließt. Briefe zwischen Istanbul und Berlin 1990-1991. Aus dem Türkischen von Eva Hund und Zafer Senocak. 1991.

Ören, Aras / Schneider, Peter: Leyla und Medjnun. Märchen für Musik. Berlin: Babel. 1992.

Aras Ören: Berlin-Savignyplatz. Roman. Aus dem Türkischen von Deniz Göktürk. Berlin: Elefanten Press 1995. (Die türkische Originalausgabe erschien 1993 in Istanbul: AFA-Verlag.)

Unerwarteter Besuch. Aus dem Türkischen von Deniz Göktürk. Berlin: Elefanten Press 1997.

Granatapfelblüte. Auf der Suche nach der gegenwärtigen Zeit II. Roman. Aus dem Türkischen von Eva Hund und Zafer Senoçak. Berlin: Elefantenpress 1998.

Sehnsucht nach Hollywood. Roman. Aus dem Türkischen von Deniz Göktürk. Berlin: Elefantenpress 1999.

Privatexil. Ein Programm? Tübingen: Konkursbuch 1999.

Ein Frühstück in Kas. Berliner Handpresse 1999.

Als ich mein Bella Italia traf. Märchen. Berliner Handpresse 2000. (mit Anke-Sophie Mey)

Beiträge für das Fernsehen und den Rundfunk:

Der kurze Traum aus Kagithane. Bearbeitet von Götz Naleppa. Rias Berlin 12.06.1976.

Die Fremde ist auch ein Haus. Rias Berlin 7.08.1981.

Bitte nix Polizei. Bearbeitetvon Bärbel Jarchow. Rias Berlin 13.06.1983.

Frau Kutzef (nach "Was will Niyazi in der Naunynstraße"). Sender Freies Berlin 1976.

Kazim Akkaya und die Bewohner der Naunynstraße (nach "Der kurze Traum aus Kagithane") Sender Freies Berlin 1977.

Sansibar. Sender Freies Berlin 1980. Text : Aras Ören. Regie: Roland H. Wiegenstein.

Sekundärliteratur

Ackermann, Irmgard (1997): Deutsche verfremdet gesehen - Die Darstellung des „Anderen“ in der „Ausländerliteratur“. In: Amirsedghi, Nasrin / Bleicher, Thomas (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S. 60-71.

Ackermann, Irmgard (1997): Ali Itirs Wandlungen. Aras Örens Romanheld zwischen Wirklichkeit und Phantasie. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 17-30.

Chiellino, Carmine (1988): Die Reise hält an. Ausländische Künstler in der Bundesrepublik. München: Beck.

Chiellino, Carmine (1995): Am Ufer der Fremde. Literatur und Arbeitsemigration 1870 - 1991. Stuttgart: Metzler.

Frederking, Monika (1985): Schreiben gegen Vorurteile. Literatur türkischer Migranten in der Bundesrepublik Deutschland. Berlin: Express Edition.

Heinze, Hartmut (1986): Migrantenliteratur in der Bundesrepublik. Bestandsaufnahme und Entwicklungstendenzen zu einer multikulturellen Literatursynthese. Berlin: Express Edition.

Nell, Werner (1997): Zur Begriffsbestimmung und Funktion einer Literatur von Migranten. In: Amirsedghi, N. / Bleicher, T. (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S. 34-48.

Rösch, Heidi (1992): Migrationsliteratur im interkulturellen Kontext. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Unterrichtspraktisches Material

Cumart, Nevfel A. (1995): Vom Schreiben in der Fremde. Einblicke in die Migrantenliteratur in Deutschland. In: Diskussion Deutsch, 26 (143), S. 165-176.

Horn, Dieter (1990): Ein Tag im Leben des Bekir Ucal: Zu Aras Örens Erzählung ‘Manege’. In: Lernen in Deutschland, 10 (2), S. 47-51.

Klatt, Anke (1991): Aras Ören: Die Fremde ist auch ein Haus. In: Lernen in Deutschland, 11 (2), S. 147-154.

Rösch, Heidi (1995): Interkulturell unterrichten mit Gedichten. Zur Didaktik der Migrationslyrik. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Aysel Özakin

 Aysel Özakin wurde 1942 in Urfa (Türkei) geboren. Sie studierte Romanistik in Ankara und Paris. Nach dem Studium arbeitete sie in der Türkei als Französischlehrerin und begann ihre schriftstellerische Laufbahn. In den 70er-Jahren veröffentlichte sie in der Türkei drei Romane und zwei Erzählbände, die in der türkischen Öffentlichkeit auf großes Interesse stießen. Sie erhielt in der Türkei zwei bedeutende Literaturpreise. Anfang 1981 - drei Monate nach dem Militärputsch in der Türkei - kam sie auf Einladung des Literarischen Colloquiums nach Berlin und blieb aufgrund der politischen Verhältnisse in der Türkei in der Bundesrepublik. Sie lebte zunächst in Berlin, war 1984 Stadtteilschreiberin von Hamburg-Altona. Anschließend zog sie sich zum Schreiben nach Worpswede zurück. Derzeit lebt sie in London. Aysel Özakin schreibt in den Sprachen ihres Lebens, meist allerdings in Türkisch.

Buchpublikationen

Der fliegende Teppich. Auf der Spur meines Vaters. Roman. Aus dem Türkischen von Cornelius Bischoff. Reinbek: Rowohlt 1987.

Gurbet Yavrum. Istanbul 1975. (Originalausgabe zu dem Roman „Der fliegende Teppich“.)

Die Preisvergabe. Ein Frauenroman. Aus dem Türkischen von Heike Offen. Hamburg: Buntbuch 1982, Frankfurt/M: Luchterhand 1989.
Genc kiz ve ölüm. Istanbul 1979. (Originalausgabe zu dem Roman „Die Preisvergabe“.)

Die Vögel auf der Stirn. Aus dem Türkischen von Carl Koß. Frankfurt/M: Luchterhand 1991.
Alninda Mavi Kuslar. Istanbul 1979. (Originalausgabe zu „Die Vögel auf der Stirn“.)

Soll ich hier alt werden? Türkin in Deutschland. Erzählungen. Aus dem Türkischen von H.A. Schmiede. Hamburg: Buntbuch 1982, München: Goldmann 1988.
Kanal Boya. Hamburg: Buntbuch 1987. (Türkische Originalausgabe zu „Soll ich hier alt werden?“.)

Die Leidenschaft der anderen. Erzählungen. Aus dem Türkischen von Hanne Egghardt. Hamburg: Buntbuch 1983, Frankfurt/M: Luchterhand 1992 (Roman).

Das Lächeln des Bewusstseins. Erzählungen. Aus dem Türkischen von Hanne Egghardt. Hamburg: Buntbuch 1985.

Deine Stimme gehört dir. Erzählungen. Frankfurt/M: Luchterhand 1992. (enthält die Erzählungen aus: Soll ich hier alt werden? & Das Lächeln des Bewusstseins)

Du bist willkommen. Gedichte. Hamburg: Buntbuch 1985.

Hamburg Aksamlari. 10 Abbildungen von Azade Köker. Frankfurt/M: Dağyeli 1986. (enthält den ersten Teil des Gedichtbandes „Du bist willkommen“ in türkischer Sprache.)

Zart erhob sie sich, bis sie flog. Ein Poem. Hamburg: Verlag am Galgenberg 1986.

Die blaue Maske. Roman. Aus dem Türkischen von Carl Koß. Frankfurt/M: Luchterhand 1989 & 1991.
Mavi Maske. Istanbul 1988. (Originalausgabe zu dem Roman „Die blaue Maske“.)

Glaube, Liebe, Aircondition. Eine türkische Kindheit. Aus dem Englischen von Cornelia Holfelder von der Tann. Frankfurt/M: Luchterhand 1991, Gütersloh: Goldberg 1994.
Faith, Lust and Airconditioning. London 1991.
(Originalausgabe zu „Glaube. Liebe, Aircondition“.)

Die Zunge der Berge. Roman. Aus dem Englischen von Jeremy Gaines. Frankfurt/M: Luchterhand 1994, Gütersloh: Goldberg 1997.

Sekundärliteratur

Ackermann, Irmgard (1997): Deutsche verfremdet gesehen - Die Darstellung des „Anderen“ in der „Ausländerliteratur“. In: Amirsedghi, Nasrin / Bleicher, Thomas (Hg.): Literatur der Migration. Mainz: Kinzelbach, S. 60-71.

Boa, Elizabeth (1997): Sprachenverkehr. Hybrides Schreiben in Werken von Özdamar, Özakin und Demirkan. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 115-138.

Chiellino, Carmine (1995): Am Ufer der Fremde. Literatur und Arbeitsemigration 1870 - 1991. Stuttgart: Metzler.

Frederking, Monika (1985): Schreiben gegen Vorurteile. Literatur türkischer Migranten in der Bundesrepublik Deutschland. Berlin: Express Edition.

Henckmann, Gisela (1997): „Wo Maske und unterdrücktes Ich eins werden.“ Zum Motiv der Doppelgängerin in Aysel Özakins Die blaue Masek. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 47-62.

Reeg, Ulrike (1997): Die Literarisierung fremdkulturell bestimmter Schreibsituationen in den Werken von Aysel Özakin und Franco Biondi. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 151-164.

Rösch, Heidi (1992): Migrationsliteratur im interkulturellen Kontext. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Wilde-Stockmeyer, Marlis (1993): Fremdheit für Frauen - nicht nur in der Fremde. In: Der Deutschunterricht, 45 (5). Literatur Fremder Kulturen: Türkei.

Wierschke, Annette (1996): Schreiben als Selbstbehauptung. Kulturkonflikt und Identität in den Werken von Aysel Özakin, Alev Tekinay und Emine Sevgi Özdamar. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Wierschke, Annette (1997): Auf den Schnittstellen kultureller Grenzen tanzend: Aysel Özakin und Emine Sevgi Özdamar. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 179-194.

Unterrichtspraktisches Material

Klettenhammer, Sieglinde (1994): Brücke zwischen den Kulturen. Migrantenliteratur als Beitrag zur Friedenserziehung. In: ide, 18 (1), S. 64-77.

Rösch, Heidi (1995): Interkulturell unterrichten mit Gedichten. Zur Didaktik der Migrationslyrik. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Emine Sevgi Özdamar

Sevgi Özdamar wurde 1946 in Malatya (Türkei) geboren. Nachdem sie von 1965 bis 1967 in Deutschland gelebt hatte, absolvierte sie von 1967 bis 1970 in Istanbul die Schauspielschule. Später kehrte sie nach Deutschland zurück und arbeitet seitdem in Deutschland zuerst an der Volksbühne Ost-Berlin, von 1979 bis 1984 am Bochumer Schauspielhaus. Die Jahre 1978 und 1979 verbrachte sie in Avignon und Paris, wo sie an Benno Bessons Inszenierung des Kreidekreises mitarbeitete bzw. Doktorandin der Universität Vincennes war. Seit 1982 ist sie als Schriftstellerin tätig. Neben Engagements an großen deutschen Bühnen und eigenen Regiearbeiten wirkte sie auch in diversen Fernseh- und Kinoproduktionen mit. Für ihren autobiographischen Roman ‘Das Leben ist eine Karawanserei hat zwei Türen aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus’ erhielt sie im Jahr 1991 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 1999 den Adelbert-von-Chamisso-Preis. 1993 den Walter Hasenclever Preis

Buchpublikationen

Karagoz in Alemania. Theaterstück. Frankfurt/M.: Verlag der Autoren 1982 (Uraufgeführt 1986 im Frankfurter Schauspielhaus).

Mutterzunge. Erzählungen. Berlin: Rotbuch 1990, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1998.

Kelogan in Alemania, die Versöhnung von Schwein und Lamm. Theaterstück. Frankfurt/M.: Verlag der Autoren 1991.

Das Leben ist eine Karawanserei hat zwei Türen aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1992 & 1994.

Hayat Bir Kervansaray. Berlin: Das arabische Buch 1993.

Die Brücke vom goldenen Horn. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1998, 1999.

Der Hof im Spiegel. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2001.

Noahi. Theaterstück. Frankfurt/M.: Verlag der Autoren 2001 (Uraufführung Frankfurter Theaterhaus 2003).

Seltsame Sterne starren zur Erde. Wedding-Pankow 1976/77. Köln: Kiepenheuer und Witsch 2003.

Sonne auf halbem Weg. Die Berlin-Istanbul-Trilogie. Köln: Kiepenheuer und Witsch 2006.

Sekundärliteratur

Aytaç, Gürsel (1997): Sprache als Spiegel der Kultur. Zu Emine Sevgi Özdamarars Roman Das Leben ist eine Karawanserei. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 171-178.

Boa, Elizabeth (1997): Sprachenverkehr. Hybrides Schreiben in Werken von Özdamar, Özakin und Demirkan. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 115-138.

Cumart, Nevfel A. (1995): Vom Schreiben in der Fremde. Einblicke in die Migrantenliteratur in Deutschland. In: Diskussion Deutsch, 26 (143), S. 165-176.

Cless, Olaf (1991): Schwarzaugen in Alamanid. In: Überblick, 3, S. 20-21.

Johnson, Sheila (1997): Von „Betroffenheit“ zur Literatur. Frauen islamischer Herkunft, die auf deutsch schreiben. In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 153-170.

Kurayazici, Nilüfer (1997): Emine Sevgi Özdamars Das Leben ist eine Karawanserei im Prozes der interkulturellen Kommunikation: In: Howard, Mary (Hg.): Interkulturelle Konfigurationen. Zur deutschsprachigen Erzählliteratur von Autoren nichtdeutscher Herkunft. München: Iudicium, S. 179-188.

Müller, Regula (1997): „Ich war Mädchen, war ich Sultanin“: Weitgeöffnete Augen betrachten türkische Frauengeschichte(n): Zum Karawanserei-Roman von Emine Sevgi Özdamar. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 133-150.

Wierschke, Annette (1996): Schreiben als Selbstbehauptung. Kulturkonflikt und Identität in den Werken von Aysel Özakin, Alev Tekinay und Emine Sevgi Özdamar. Frankfurt/M: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.

Wierschke, Annette (1997): Auf den Schnittstellen kultureller Grenzen tanzend: Aysel Özakin und Emine Sevgi Özdamar. In: Fischer, Sabine / McGowan, Moray (Hg.): Denn du tanzt auf einem Seil. Positionen deutschsprachiger MigrantInnenliteratur. Tübingen: Stauffenburg, S. 179-194.

Hasan Özdemir

Hasan Özdemir wurde 1963 in Mittelanatolien / Türkei geboren und emigrierte 1979 nach Deutschland. Er lebt in Ludwigshafen und studiert Philosophie und Germanistik. 1994 erhielt er ein Stipendium des Schriftstellerhauses Stuttgart, 2002 den Pfalz-Literatur-Förderpreis.

Buchpublikationen:

Was soll sein. Gedichte. Berlin: Das arabische Buch 1989.

zur schwarzen nacht flüstere ich deinen namen. Gedichte. Berlin: Das arabische Buch 1994.

Das trockene Wasser. Berlin: Schiler 1998.

Vogeltreppe zum Tellerrand. Berlin: Schiler 2000.

Mannhaus. Mit Sükrü Turan. Stuttgart: Ithaka 2003.

7 Gedichte. München: Ludewig 2004.

Windzweig. Gedichte und Prosa. Berlin: Schiler 2004.

Selim Özdogan  

Selim Özdogan wurde 1971 geboren. Er brach sein Studium der Völkerkunde, Anglistik und Philospohie ab und hatte verschiedene Jobs, bis er 1995 seinen ersten Roman veröffentlichte. Er lebt als freier Autor in Köln und schreibt hin und wieder für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Seine Lesungen weiß er selbst nicht recht zu beschreiben. Er versteht sich „nicht als Vorlesemaschine“, gibt lieber frei „anekdotenhafte Geschichten, die einem passieren“ zum Besten und „erzählt, wie die letzten Lesungen waren. Denn da erlebt man die seltsamsten Sachen.“
1996 erhielt er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler in der Gruppe „Dichter, Schriftsteller“ und 1999 den Förderpreis zum Adalbert-von-Chamisso-Preis.

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