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Präsuppositionen

 

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Existenzpräsupposition

Wir haben Implikaturen als Inferenzen kennengelernt, also als einen Schlussfolgerungsprozesse, bei dem aus dem Gesagten mehr erschlossen wird, als darin eigentlich enthalten ist. Auch Präsuppositionen sind pragmatische Inferenzen. Hier erschließt man auch etwas. Das geht aber nicht über das Gesagte hinaus, sondern muss ihm vorausgesetzt werden. Präsuppositionen sind also Sachverhalte, die vorausgesetzt werden müssen, damit die Äußerung überhaupt weiter interpretiert werden kann. Die Bezeichnung Präsupposition stammt von dem lateinischen Wort praesupponere, was voraussetzen heißt. Präsuppositionen sind also Teil des Hintergrundwissens von Sprecher und Hörer. Um diese Sachverhalte muss wechselseitig gewusst werden, oder sie müssen als gegeben akzeptiert werden. Präsuppositionen sind alltäglich, wir legen sie bei jeder Äußerung zugrunde. Wenn wir z.B. sagen Die Bundeskanzlerin von Deutschland hat einen Doktortitel, so setzen wir voraus, dass es in Deutschland derzeit eine Bundeskanzlerin gibt. Da hier die Existenz dieser Person präsupponiert wird, handelt es sich um eine Existenzpräsupposition. Das war es auch, womit der Logiker und Philosoph Gottlob Frege sich befasst hat, als er auf das Phänomen der Präsupposition gestoßen ist. Er fand heraus, dass, sobald man einen Eigennamen verwendet, damit die Bedingung verbunden ist, dass dieser Name etwas bezeichnet. Ein weiterer Philosoph, Peter Strawson, entwickelte Freges Ansichten weiter und kam zu dem Schluss, dass nur der Gebrauch von Sätzen in bestimmten Kontexten präsupponieren kann. Wenn unser Satz z.B. im Jahre 2022 geäußert werden würde, könnte es durchaus sein, dass es zu dieser Zeit keine Bundeskanzlerin gibt. Wie sollte man dann entscheiden? Wäre dieser Satz dann wahr oder falsch? Was meinst du? Man könnte argumentieren, dass der Satz dann einfach falsch wäre, weil es zu dieser Zeit keine Bundeskanzlerin gibt. Oder man argumentiert wie Strawson, dass die Äußerung dann weder wahr noch falsch ist. Man könnte einfach nicht sagen, dass sie einen Doktortitel hat, wenn es keine Bundeskanzlerin gibt. Doch die Äußerung könnte, zu einem anderen Zeitpunkt geäußert, durchaus sinnvoll sein. Das heißt, die Umstände müssen passen, um einen Wahrheitswert zuordnen zu können. Frege und Strawson haben außerdem eine weitere wichtige Eigenschaft von Präsuppositionen herausgefunden: die Konstanz unter Negation. Betrachten wir den Satz:

Angela Merkel hat Physik studiert.

Sicher kannst du dir schon denken, dass die Präsupposition lautet: Es gibt eine Person namens Angela Merkel. Negiert man den Satz: Angela Merkel hat nicht Physik studiert., bleibt die Präsupposition, dass es eine Person namens Angela Merkel gibt, bestehen. Diese Eigenschaft unterscheidet die Präsupposition von der semantischen Folgerung. Betrachten wir den Satz und dessen Negation:

Jan schaffte es, rechtzeitig anzuhalten.

Daraus folgt semantisch, dass Jan rechtzeitig angehalten hat. Die Präsupposition sagt uns, dass Jan versucht hat, rechtzeitig anzuhalten. Negiert man den Satz: Jan schaffte es nicht, rechtzeitig anzuhalten, folgt daraus nicht, dass er rechtzeitig angehalten hat, aber es wird weiterhin präsupponiert, dass er es versucht hat.

 

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Präsuppositionsauslöser

Präsuppositionen werden immer von bestimmten Elemente oder Strukturen ausgelöst, die demnach Präsuppositionsauslöser genannt werden. Da sich viele Philosophen und Linguisten mit diesem Phänomen beschäftigt haben, konnten sehr viele Auslöser herausgefunden werden. Hier werden allerdings nur die wichtigsten aufgelistet:

Auslöser Beispiel weitere Beispiele des Auslösers
Definite Kennzeichnungen Sie sah den Mann mit der roten Mütze (nicht).
P→ Es gibt einen Mann mit einer roten Mütze
Boris Becker,
das Kind mit der Zuckerwatte
Faktive Verben Anne bedauert (nicht), studiert zu haben.
P→ Anne hat studiert
wissen, ignorieren
leid tun, stolz darauf sein
Implikative Verben Steven schaffte es (nicht), pünktlich zu sein.
P→ Steven versuchte, pünktlich zu sein
vergessen
vermeiden, etwas zu tun
Verben der Zustandsveränderung Andreas hörte (nicht) auf, sich zu beschweren.
P→ Andreas hatte sich beschwert
anfangen, fort fahren
aufgeben
Iterativa Die Miete wird wieder erhöht.
P→ Die Miete wurde schon erhöht
nicht mehr,
noch einmal
Verben der Beurteilung Harald bezichtigte Stefan des Betrugs
P→ (Harald denkt,) Betrug ist schlecht
vorhalten, jmd. tadeln
jmd. beschuldigen
Temporalsätze Bevor er gegangen ist, machte er das Licht aus.
P→ Er ist gegangen
während, seit, wann immer
nachdem, solange
Spaltsätze Es war (nicht) Andreas, der danach fragte.
P→ Jemand fragte danach

Implizite Spaltsätze Die Linguistik wurde (nicht) von CHOMSKY erfunden
P→ Jemand hat die Linguistik erfunden

Vergleiche und Kontraste Sebastian ist (nicht) so unpünktlich wie Steven.
P→ Steven ist unpünktlich
(k)ein(e) besserer(e) als
nicht-restriktive Relativsätze Einem Schneider, der ein großer Prahler war, aber ein schlechter Zahler, kam es in den Sinn, ein wenig auszugehen und sich in dem Wald umzuschauen.
P→ Der Schneider ist ein großer Prahler

Kontra-faktische Konditionalsätze Wenn wir im Lotto gewonnen hätten, wären wir jetzt reich.
P→ Wir haben nicht im Lotto gewonnen

Fragen a) Ja/Nein-Fragen
Gibt es auf diesem Weihnachtsmarkt Zuckerwatte?
P→Entweder gibt es auf diesem Weihnachtsmarkt Zuckerwatte oder es gibt keine

b) Alternativfragen
Ist Kaolack eine Stadt im Senegal oder in Guinea?
P→Entweder ist Kaolack eine Stadt im Senegal oder in Guinea

c) W-Fragen
Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?
P→Jemand hat von meinem Tellerchen gegessen

Faktive Verben präsupponieren, dass ein bestimmter Sachverhalt besteht. Aber es gibt auch nicht-faktive Verben wie vorstellen oder träumen, mit denen angezeigt werden, dass der Sachverhalt nicht besteht. Der Satz Sebastian gibt vor, krank zu sein präsupponiert beispielsweise, dass er gar nicht krank ist. Bei den Verben der Beurteilung werden die Präsuppositionen nicht dem Sprecher, sondern dem Subjekt zugesprochen, haben also eigentlich keinen richtigen präsuppositionalen Charakter.

Natürlich kann eine Äußerung auch mehrere Präsuppositionen erzeugen. Der Satz: Martin bedauert, dass er angefangen hat, das Auto sauber zu machen, bevor es regnete legt gleich mehrere Voraussetzungen zugrunde. Sicher findest du selbst heraus, welche das sind.

Diese Auslöser sind allerdings nicht so unproblematisch, wie sie scheinen. Bei den nicht-faktiven Verben beispielsweise bleibt bei der Negation die Präsupposition nicht konstant. Auch bei der Negation von Fragen bleibt sie nicht immer konstant. Fragt man: Wer war für die Reform?, setzt das voraus, dass jemand dafür war. Fragt man aber, wer nicht dafür war, wird präsupponiert, dass jemand nicht dafür war. Präsuppositionen sind auch abhängig vom Kontext oder vom Weltwissen. Bei dem Satz Christian starb, bevor er die Diplomarbeit beendete wird die Präsupposition, dass er die Diplomarbeit beendete durch das Weltwissen aufgehoben. Die Konstanz unter Negation scheint also nicht die einzige Eigenschaft von Präsuppositionen zu sein.

 

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Eigenschaften von Präsuppositionen

Auch wenn durch die Präsuppositionsauslöser vielleicht der Eindruck entstehen kann, sind Präsuppositionen nicht an bestimmte sprachliche Oberflächenformen von Ausdrücken, sondern an den semantischen Gehalt der Proposition gebunden. Insofern sind sie also nicht-abtrennbar. Ersetzt man ein präsuppositionsauslösenden Ausdruck mit einem synonymen Element, bleibt die Präsupposition trotzdem erhalten. Das kannst du überprüfen, wenn du die Alternativen aus der Tabelle einsetzt. Die Äußerung Anne bedauert es, studiert zu haben hat dieselbe Präsupposition wie Anne tut es leid/findet es schade, studiert zu haben.

Die zweite wichtige Eigenschaft betrifft die Aufhebbarkeit von Präsuppositionen. Wie bereits angedeutet wurde, können Präsuppositionen kontextabhängig sein. Sie sind also in bestimmten Kontexten aufhebbar. Das kann innerhalb satzinterner Kontexte oder aufgrund von Hintergrund- bzw. Weltwissen sein. Wissen die Gesprächsteilnehmer beispielsweise, dass Igor nicht geheiratet hat, können sie sagen: Zumindest muss Igor jetzt nicht bedauern, geheiratet zu haben ohne zu präsupponieren, dass er geheiratet hat. Das gemeinsame Hintergrundwissen tilgt hier die Voraussetzung. Wenn also allgemein bekannt ist, dass die Präsupposition nicht gilt, wird nicht erwartet, dass der Sprecher an die präsupponierte Proposition glaubt. Wird das Hintergrundwissen nicht von allen gleichermaßen geteilt, kann man Präsuppositionen auch direkt annulieren. Fragt jemand z.B. Wann hast du nochmal angefangen, Linguistik zu studieren? kann der andere die Präsupposition annulieren: Ich habe nie Linguistik studiert.

Präsuppositionen können auch innerhalb satzinterner Kontexte aufgehoben werden. Präsuppositionen verhalten sich in komplexen Sätzen sehr unterschiedlich. Mal werden die Präsuppositionen der Teilsätze vom Gesamtsatz übernommen, mal nicht. Dieses Verhalten wird auch Projektionsproblem genannt. Das Projektionsproblem betrifft zum einen sprachliche Kontexte, bei denen die Präsuppositionen bestehen, in denen aber die Folgerungen ungültig werden, zum anderen Kontexte, in denen Präsuppositionen unerwartet verschwinden, die Folgerungen aber bleiben. Im ersten Fall haben wir bereits gesehen, dass Folgerungen unter Negation ungültig werden. Das gleiche kann auch in modalen Kontexten passieren. Aus dem Satz Der Kommissar verhaftet drei Männer folgt, dass er auch zwei Männer verhaftet hat und es wird die Existenz eines Kommissars präsupponiert. Sagt man jetzt aber Es ist möglich, dass der Kommissar drei Männer verhaftet hat, so bleibt die Existenzpräsupposition, die Folgerung aber nicht. Auch in Konditionalsätzen bleiben Präsuppositionen bestehen, während Folgerungen getilgt werden. Die Diebe wurden gestern wieder gefasst setzt voraus, dass sie schon einmal gefasst wurden aus dem Satz folgt, dass ein Dieb gefasst wurde. Doch aus dem Konditionalsatz Wenn die Diebe wieder gefasst werden, erhält der Kommissar einen Orden folgt nicht, dass ein Dieb gefasst wurde, doch die Voraussetzung, dass die Diebe schon einmal gefasst wurden, bleibt. Solche Negationen oder Modaloperatoren werden auch Löcher genannt, weil sie Präsuppositionen des Teilsatzes ermöglichen, auf den Gesamtsatz aufzusteigen, während Folgerungen blockiert werden.

Das Tilgen von Präsuppositionen bei Beibehaltung der Folgerung im komplexen Satz kann man z.B. durch die explizite Annulierung erreichen: Er hatte es nie geschafft, den Roman zu ende zu lesen, er hat es ja nicht mal versucht. (Die Verneinung der Präsupposition funktioniert in positiven Sätzen aber meist nicht.) Eine Negierung der Folgerung führt aber zum Widerspruch: *Danilo bedauert es nicht, geheiratet zu haben, denn er bedauert es, geheiratet zu haben. In einem Wenn-Satz kann die Präsupposition ebenfalls ausgesetzt werden: José hat aufgehört, zu schreiben, wenn er denn jemals angefangen hat. Neben den Löchern, die Präsuppositionen durchgelassen haben, gibt es Stöpsel, die das Gegenteil bewirken. Das sind Verben der propositionalen Einstellung wie vorstellen, träumen oder Verben des Sagens wie erzählen oder sagen, verhindern Präsuppositionen von Teilsätzen, aufzusteigen. Aus der Äußerung Pedro glaubt, er sei der König von China wird nicht präsupponiert, dass es einen Kaiser von China gibt. Doch es gibt auch Ausnahmen wie: Der Hausmeister sagte, dass ihr Wasserhahn jetzt nicht mehr tropfe. Trotz Stöpsel bleibt die Präsupposition, dass der Wasserhahn vorher tropfte, erhalten. Inwiefern Stöpsel also wirksam sind, ist fraglich. Bisher haben wir Konditionale als Löcher angesehen, die Präsuppositionen durchlassen, aber auch das ist nicht immer der Fall. Der zweite Teilsatz im Satz Wenn Ludmilla das Auto kauft, wird sie es bereuen, dass getan zu haben präsupponiert, dass sie das Auto gekauft hat. Doch der Konditionalsatz macht diese Proposition hypothetisch und löscht somit die Präsupposition. Es ist also äußert schwierig, das Projektionsproblem zu lösen. Präsuppositionen verhalten sich sehr unterschiedlich. Manchmal sind sie schwer von semantischen Folgerungen zu trennen, was dazu geführt hat, sie innerhalb einer semantischen Definition als logische Folgerung anzusehen.

 

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Semantische vs. Pragmatische Präsuppositionen

Anfangs wurde versucht, Präsuppositionen als semantische Folgerung zu analysieren. Man wollte möglichst viele pragmatische Phänomene innerhalb der Semantik untersuchen bzw viele natürlichsprachliche Eigenschaften semantisch erklären. Zu dieser Zeit wurde hauptsächlich mit semantischen Folgerungen gearbeitet, die folgendermaßen definiert sind: Aus A folgt semantisch B dann und nur dann, wenn jede Situation, die A wahr macht, B wahr macht. Also, wenn A wahr ist, dann muss auch B wahr sein und wenn A falsch ist, muss B auch falsch sein. Demnach versuchte man, folgende semantische Definition für Präsuppositionen aufzustellen:

Satz A präsupponiert semantisch Satz B dann und nur dann, wenn A wahr ist, auch B wahr ist und wenn A falsch ist, B wahr ist.

Es würde sich demnach um eine logische Folge (von Sätzen) handeln, die bei Negation konstant bleibt. Doch eine solche Herangehensweise führte zu mehreren Problemen. Was würde z.B. passieren, wenn die Präsupposition nicht erfüllt ist? Um mit solchen Fällen umzugehen, wurde sogar ein dritter Wahrheitswert weder wahr noch falsch angenommen, das Prinzip der Zweiwertigkeit der klassischen Logik wurde also aufgegeben. Aber ein größeres Problem stellt die Kontextsensitivität von Präsuppositionen dar. Präsuppositionen, die sich aufgrund von bestimmten Kontexten anders verhalten können, passen nicht in eine kontextunabhängige semantische Theorie. Eine Präsupposition, die aufhebbar ist, kann keine semantische Folgerung sein.

Da man erkannt hat, dass die semantische Definition zu unflexibel ist, wurden viele pragmatische Modelle erstellt, bei denen vor allem die Aufhebbarkeit und das Projektionsproblem erfasst werden sollten. Zwei Modelle scheinen erfolgreich, nehmen allerdings an, dass Präsuppositionen zur konventionellen Bedeutung von Ausdrücken gehören. Man darf sie allerdings nicht mit den konventionellen Implikaturen verwechseln, obwohl sie oftmals identisch scheinen und es deshalb viele Versuche gibt, sie dahingehend zu analysieren. Doch wir wollen uns jetzt Gazdars Präsuppositionsmodell näher anschauen. Laut seiner Theorie erzeugt ein Satz alle möglichen Präsuppositionen. Die Gesamtpräsupposition eines komplexen Satzes wären dann die Gesamtmenge der Präsuppositionen der Teilsätze. Durch einen Tilgungsmechanismus wird aus dieser Menge dann Präsuppositionen ausgewählt, die mit dem jeweiligen Kontext der Äußerung einher gehen können. Das heißt, sowohl Sätze können Präsuppositionen haben, nämlich alle möglichen und auch Äußerungen, nämlich die tatsächlichen Präsuppositionen, die im Bezug zum Kontext Bestand haben. Der Kontext besteht nach Gazdar aus allen Propositionen oder Sachverhalten, die welchselseitig bekannt oder als gegeben akzeptiert werden. Dieser Kontext kann im Gespräch erweitert werden, indem neue Präsuppositionen erzeugt werden. Zuerst werden die Folgerungen des geäußerten Satzes zum Kontext hinzugefügt, dann die konversationellen Implikaturen und zum Schluss die Präsuppositionen. Nun lässt sich auch die Tilgung von Präsuppositionen erklären, denn wenn Implikaturen zuerst getilgt werden, z.B. durch einen Konditional, dann wird auch die Präsupposition getilgt. Außerdem werden Präsuppositionen, die mit dem bisherigen Hintergrundwissen nicht konsistent sind, nicht hinzugefügt. Die Unterscheidung zwischen potentiellen Präsuppositionen, die allein aufgrund der sprachlichen Form entstehen, und den tatsächlichen Präsuppositionen, die dann in Bezug zum sprachlichen und außersprachlichen Kontext bestehen bleiben, scheint also sinnvoll.

 

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Präsuppositionen zwischen Semantik und Pragmatik

Wie wir gesehen haben, gab es Versuche, Präsuppositionen semantisch zu definieren. Doch diese Definition stieß an ihre Grenzen, so dass Präsuppositionen heute innerhalb der Pragmatik untersucht werden. Es gibt zwar starke Annahmen, dass sie von sprachlichen Formen und Strukturen ausgelöst werden, also vielleicht Bestandteil der Bedeutung sind, aber der Kontext und das Hintergrundwissen von Sprecher und Hörer sind ebenfalls entscheidende Faktoren bei ihrer Entstehung. Außerdem weisen sie Ähnlichkeiten zu anderen pragmatischen Inferenzen wie Implikaturen auf. Es gibt Versuche, sie sowohl auf konversationelle, als auch auf konventionelle Implikaturen zu reduzieren. Doch ob das möglich ist, ist weiterhin fraglich.

 

Literatur:
Levinson, Stephen 2000. Pragmatik. Tübingen: Niemeyer.